Kein Jahr kam an, kein Jahr vergieng, in dem ich nicht der Guͤte Proben n5 von Ihrer milden Hand empfieng;
Fuͤrnehmlich hab ich diß zu loben,
daß Sie Sich dreymahl Muͤhe nahm
und als Gevatterin Selbſt kam,
die Kinder GOTT zu uͤbergeben,
die nun mit Ihr im Himmel leben.
Erweg ich ſolche Guͤtigkeit,
ſo bringt Ihr Tod mir bittres Leid.
Doch ſeh ich, Gnaͤdiger Patron, wie Sie die Hand, ſo ſchlaͤget, kuͤſſen/ und ſeh' auf Gnade, die Sie ſchon mich vielmahl laſſen ſeh'n und wiſſen, ſo giebt ſich auch mein Hertz in Ruh und rufft dem Hoͤchſten alſo zu: Mein GOTT/ laß Du dem Hochbetruͤbten dennoch als einem Hochgeliebten das Thraͤnen⸗Waſſer bald in Wein/ der Labſal giebt/ verwandelt ſeny Mit diſer Wehmuͤthigen Trauer⸗Ode
wolte ſeine unterthaͤnige Condolenz ablegen
des ANHrey⸗ Perllichen Pauſes.
unterthaͤnigſt verpflichteſter Diener M. Michael Lebegott Marggraf,
Gymn. Ann. P. P. Cl V.
Die 4 von GOtt in ſeine himmliſche Friedens⸗nd Freuden⸗Scheune
eingeſammelte Warbe,
wurde in unterthaͤnigſter Devorion ʒu moͤglichſter Troſt⸗Aufrichtung
Ihro Goch⸗Frey⸗Gerrlichen Gnaden
fuͤrgeſtellet von 14 M. Johann Jacob Stromeyer, IV. Claſs. Gym. Ann. Præc. publ.
als einem unterthaͤnigſten Diener* des Hoch⸗Frey⸗Herrlilchen Hauſes.
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M Winter/ wann das Land den Harni ſch angezogen; das Eiß die Fluͤſſe hat mit Bruͤcken Mhn 5 der Silber⸗weiſſe Schnee auch iſt daher geflogen, hat Haͤuſer/ Berg und Thal mit Flocken zugedeckt:
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