Indeſſen blei/ O theures Gaupt! Mir/ Weinem Knecht/ forthin gewogen. Der Todt hat mir zwar viel geraubt Doch wird Dein Gnad mir nicht entzogen; So hab ich fort und fort in Dir 2
Die Gnaͤdig Frau ſeets eebend hier.
Dieſer Hoͤchſt⸗ſchmertzliche Nach⸗Ruf an die
Hochſeel. Frau von Garben/
wurde mit wehmuͤthiger Feder entworffen, von
Des Hoch⸗Freyherrlichen Hauſes
unterthaͤnig⸗verbundenſten Diener.
Chriſtian Seyfried/§§. Theol. Cand.
aus Ißni; nunmehriger Rect. der Schule zu Bibrach.
H Schwohlgehohrner Herr Patront
wie gern ich auch was moͤchte ſchreiben, odurch das Lob der Tugend⸗Cron nſterblich koͤnnt auf Erden bleiben, der Cron, die Sie von GOTTES Hand, als ein vortrefflich Himmels⸗Pfand zur Eh⸗Gemahlin einſt bekommen, das aber nun hinweggenommen, ſo hemmt doch Wehmuth Wort und Kiel, und haͤlt mich ab vom Zweck und Ziel.
Sie haben dann mit mir Gedult nach DERO laͤngſt bekannten Guͤte, wenn ich aus Antrieb meiner Schuld und aus treu⸗ danckbarem Gemuͤthe jetzt bloß, ſo gut es kan geſchehn,
im kurtzen Grund⸗Riß laſſe ſehn,
was ich, befreyt von Leid und Klagen, mit mehrern Worten koͤnnte ſagen. Zum Riß ſey alſo diß erwehlt:
Maria Martha iſt entſeet. M 2


