Der Monat iſt nicht voͤllig aus/ Da ich zum Thron des Hoͤchſten trate/ Und fuͤr das Goch⸗„KFreyherrlich Gauß Kit heiſſen Seuffzern ſehnlich bathe: O groſſer GOtt! ſchͤtz dieſes Jahr
Daſſelbe ſtetigs vor Gefahr.
Der Anfang war auch hoͤcſtbegluͤckt Ich kunt ein gutes Ende hoffen;
Dopgh der/ ſo Kreutz und Leiden ſchickt/
Hat einen andern Tauſch getroffen; Dann ach! die neue Jahres Zeit Bringt ſtatt der Freude Traurigkeit.
Der Herr Gemahl ſteht höchſt gebeugt/ Und laͤßt die Jammer⸗Klag erſchallen:
Oer HERR hat mir ein harts erzeigt/ Ach! meine KLron iſt abgefallen.
Es ſincket meiner Hoffnung Stab
Und leget ſich nun in das Grab.
Wer theureſten Frau Schweſter Mund
Kan kaum vor Wehmuth ſeuffzend ſprechen: Iſt denn bereits die letzte Stund/ 5
In welcher Deine Augen brechen?
Frau Schweſter bleibe doch bey mir! Ach! eilſt du denn ſo ſchnell von hier!
Der hohen Mnverwandten Muth Weißt ſich faſt ſelber nicht zu faſſen/
Ihr Todt der Ihnen wehe thut/ Ihr ſnelles ſterben und erblaſſen/
Entreißet Ihnen Sinn und Geiſt; Weil Wie ſo ſchnell von hinnen reißt.


