Indeſſen werden wir doch noch ſo vieles wagen, Daß wir nur dieſes noch zu deinem Ruhme ſagen: Es ſtarb uns nicht allein nur eine Goͤnnerin/ Die andre Mutter ſelbſt zugleich mit Dir dahin. Die Huld und Gnade weicht, die uns bisher erquicket, Ach! daß, Hochſeel ge/ Dich der HERR ſo ſchnell entzuͤcket, Und uns nicht länger goͤnnt, nach unſerm Wunſch und Flehn, Zu Deines Hauſes Luſt/ und unſerm Wohlergehn! Da nun Dein Herr Gemahl/ der Dich von Hertzen liebte, Und uͤber deinen Todt ſich ungemein betruͤbte, Jetzt leider! ohne Dich, Hochſeel ge/ leben muß, So wolle Dieſem GOtt, nach deinem Lebens⸗Schluß, Ein deſto laͤngeres und Seegens⸗ volles Leben, Wie Du Ihm ſelbſt gewuͤnſcht, und wir auch wuͤnſchen, geben! Wird Deſſen hohe Huld uns ferner angedeyn, So werden wir dafuͤr ſehr hoch verbunden ſeyn.
Dis hat aus Schuldigkeit und Pflicht zum Danck⸗und Denckmal aufgericht
Maria Anna Anthonia Amman/ 1 und Peter Emanuel Amman.
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Daß
umahl unvermuthete Ungluͤck/ Gefahrlichkeiten und Verluſt Betruͤbnuß/ Schroͤcken und Wehmuth in dem Hertzen und Sinnen erregen, ſit eine natuͤrliche Leidenſchafft, 7 und dahero unvermeidlich;
noch ſchmertzlich⸗ und eindringender aber
zeiget ſich ſolche Alteration wenn das Gemuͤth
von den zwey widerwaͤrtigſten und dabey im hoͤchſten Grad ſtehenden Affecten durch ploͤtzliche Verwandelung — angegriffen wird, denn da muͤſſen in ſolchem RKampff auch die ſtandhaffteſte Gemuͤther unterliegen/. indem ſie vor Beſtuͤrtzung gantz unempfindlich und aus ſich ſelbſt geſetzt werden. J Ich


