SOtt troͤſte Deinen Verrn Gemahl/ Den wir um Dich betruͤbet ſehen/
und mehre Seiner Jahre Zahl
zu unſers Hauſes Wohlergehen.
Iſt mir/ Vochwerthgeſchaͤtztes Baupt/ bey meiner Schweſter Grufft erlaubt/ noch eine Bitte vorzutragen/
ſo wird mein Mund noch dieſes ſagen: Sie goͤnnen/ hoher Honner/ mir die hochgeſchaͤzte Huld und Liebe/
die gegen meine Schweſter hier
in Dero Herze uͤberbliebe.
Die Gnade werde fortgeſezt/
die mich bißher ſchon offt ergoͤzt.
Hierzu/ allein nicht ohne Weinen/ Empfehle mich und auch die Keinen.
Ochſeelge 1 da dein Todt vor unſre Ohren kam,
4 e und auch Sibylla was betruͤbt davon vernahm;
9) So gab das liebe Kind mit Thraͤnen zu verſtehen,
Wie weh auch ihm zugleich durch deinen Todt geſchehen.
Weil es beym Tauffe⸗Stein ſchon deine Huld erquickt,
So ſprach es wehmuths⸗voll, da Dich der HERR entzuͤckt:
Ach ſoll mein Tallffe⸗Pat denn ſchon ſo ſchnell erblaſſen, Und ſeine Gnade mich nicht mehr genieſſen laſſen?
So wars; Dein Todt entzog uns deine Huld mit Dir,
Du eilteſt ſchnell von uns, und das bedauren wir.
GOST laſſe Dir es nun im Himmel wohl ergehen,
Da wir Dich hier nicht mehr bey uns im Leben ſehen.
Jedoch, da dein Gemahl ſich noch im Leben find, Dem wir, und unſer Hauß, ſehr hoch verbunden ſind,
So wuͤnſchen wir uns das von Ihme zugenieſſen,
Was wir durch Deinen Todt bereits entbehren muͤſſen.
So machet zweyer Hertz und Hand, Die Liebe, Treu und Pflicht bekant;
durch Carl Wilhelm Welſer/ Alternirenden Zeug⸗und Proviant-Meiſter ꝛc. und Eliſabetha Welſerin, eine gebohrne Ammanin. H 2 So


