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15 rtzt ſchudighochſtverdientes Ruhm Gedächtniß.
der abgefordert worden: Der einige Herr Sohn, der Weyland Frey⸗ Reichs Hochwohlgehohrne Herr/ Herr Chriſtian Bmanuel
von Garben/ iſt nach ruͤhmlichſt und mit in Druck herausgegebenen vortrefflichen Speciminibus cum applauſu approbirt abſolvirten Studien und Ma- thematiſchen) Wiſſenſchafften, bereits Biſchoͤfflich⸗Coſtantziſch⸗ und Speyri⸗
ſcher Acual-Hoſ⸗Rath, zu hoͤchſter Conſolation ſeines Herrn Vaters declariret geweſen, nach Goͤttlich unbegreiflichem Willen aber, da Er eine
Reiſe durch gantz Italien verrichtet, und nachgehends auch eine Tour durch die Niieder⸗Land in Engelland vorgenommen, und von dar nach Pariß ſich zu« 3 begeben, Willens war, unter Wegs zu Calais an denen Kindes⸗Blatern
zu aͤuſſerſt und unbeſchreiblichem Leidweſen ſeiner Hochtheureſten Eltern und geſammten Hoch Adelichen F amilie, Anno 1723. den 5. Sept. in dem 23. Jahr ſeines Tugend und Ruhm vollen Alters ſeelig verſchieden.
War nun dieſes eine hoͤchſt⸗ſchmertzliche Trauer⸗Verhaͤngnuß uͤber dieſes
Hech⸗Adeliche Hauß/ ſo hat es auch an andern groſſen Fatalitæten, nach Göttlichem Rath⸗Schluß, nicht gemangelt, und die nun Hochſeelige Frey⸗ KFrau wegen der Ihrem Herrn Gemahl zugeſchickten ungemein ſchweren Leibes Unpaͤßlichkeiten ſehr vieles ausgeſtanden; welch gantz auſſerordent⸗ liche Pruͤfungen des Glaubens und der Gedult Sie unter Goͤttlichem Bey⸗ ſtand zu deſſen Creutzes Erleichterung und Gemuͤths⸗Erquickung hoͤchſt rühmlich üͤberwunden, ſo daß Er ſich auf Ihre unermüdete Vorſorg, liebe reiche Pflege, und kluge Verwaltung der Oeconomie gaͤntzlich verlaſſen, 8 und ſeinen hohen Functionen ungehindert abwarten koͤnnen; Dahero leicht 7 3 zu erachten, in was groſſe Beſtuͤrtzung der Hochbekuͤmmerte Herr Wittiber
durch den Abgang ſo getreuer Aſſiſtenz und ſchnellen unerſetzlichen Verluſt einer ſo Hochſchaͤtzbaren Ehe⸗Conſortin ſeye geſetzet worden.
Was vor Trangſal, Schroͤcken und Importunitat die ſeeligſt verblichene
Frey⸗Prau von Garben in der Frantzoͤſiſch⸗Feindlichen Occupation, in Abweſenheit Ihres Herrn Gemahls/ ausgeſtanden, iſt dieſer Bur⸗ gerſchafft noch wohl erinnerlich, mit Worten aber anjetzo nicht zubeſchreiben;
Jedoch hat der barmhertzige GOTè ſich Ihrer in dieſer groſſen Noth Vaͤ⸗ 1
terlich angenommen, und Sie ſeine maͤchtig und wohlmachende Hand und 1 Beſchuͤtzung kraͤfftigſt fuͤhlen laſſen.
Nun ſollen wir noch auf die Ausbreitung Ihrer ſonderbahren Tugen⸗ 58. den bedacht ſeyn; es uͤberhebt uns aber ſolcher Pflicht und Muͤhe das all⸗ 3. gemeine


