hat GOES gethan, und mercken, daß es ſein Werck iſt. Vielfaͤltig macht
1 machen. Dann GOttes Machen iſt ein beſtaͤndiges Wohlmachen, er kans
bes machen, daß das Werck gethan und nicht gethan, angefangen, und
Die Empfehlung glaubiger Seelen gegen GOtt.
er es auch wohl durch Menſchen und ihre Wercke, die er als Werckzeuge ſeiner Barmhertzigkeit an uns gebrauchet: da neiget er anderer Huld zu den Elenden, ſchicket den Unwiſſenden Lehrer, den Unberathenen Rathgeber, den Irrenden Wegweiſer!, den Thoͤrichten Zuͤchtiger, den Traurigen Troͤ⸗ ſter, und ſchaffet uͤber dis, daß denen, die GOtt lieben, muͤſſen alle Dinge zum beſten dienen; ja der HERR iſt ſo weiſe und guͤtig, daß er auch der Feinde ſich zum Wohlmachen an uns gebrauchet, eben ſo dann, wann ſie es uͤbel machen wollen, als Joſeph ſeinen Bruͤdern ſagte: Jhr gedachtets boͤſe mit mir zu machen/ aber BOTT gedachts gut zu ma⸗ chen.
Bedencklich iſt dabey, daß die Heil. Sprache gantz kurtz redet: Er wirds machen/ ohne zuſetzen, welches doch richtig iſt, er wirds wohl
nicht boͤſe meynen, er kans nicht boͤſe machen; er iſt vollkommen gut und al⸗ les, was er gemacht hat, das iſt auch gut: Unverſtaͤndige duͤncket es zwar bisweilen, GOtt habe es nicht gut gemacht, oder doch beſſer machen koͤn⸗ nen, weil er es nicht gemacht nach ihrem Willen; allein die auf ſein Werck mercken, erfahren es hernach, daß er es wohl gemacht: Der Menſchen machen iſt offtmahls ein Verderben und boͤſe machen, vielfaͤltig nur ein hal⸗
nicht vollendet; GOttes machen ein gutes, ein vollkommenes machen, daß nichts daran fehlet. Dis Goͤttliche machen hebt auf alles eigene machen: Die Menſchen ſollen zwar arbeiten/ leiden, ringen, aber daß es gelinge, kommt doch vom HERRN, der das Gedeyen gibt: Dieſer macht das Haupt⸗Werck, und gibt alle Krafft zu ihrem Werck, und ohne ſein Werck iſt der Menſchen Werck kein Werck, und darum bleibt es ein Wort des
Glaubens: Er wirds machen/ Er wirds wohlmachen:
Die erloͤſete Seele unſerer theureſten Frau Baronesſin
von Garb/ die nun in dem Himmel triumphiret, gehoͤrete, ſo lange ſie auf Erden den wohlgebildeten, aber doch ſterblichen Leib belebte, und auch zwar vor andern, unter den Ausbund der Glaubigen, welche ſich GOTT empfohlen, und auf ihn gehoffet, mit denen er es aber auch beſtaͤndig wohl gemachet: Sie war der Gnade des Hoͤchſten durch die H. Tauff empfohlen, durch eine Gottſeelige Auferziehung dem HERRN dargeſtellet, und durch eine geiſtliche Erfahrung der Guͤte GOttes in dem innerſten des Hertzens
— ver


