37
dauungsſaͤften beſteht und einen hoͤchſt ſtinkenden Geruch giebt. Die Haͤute der duͤnnen Gedaͤrme zeigen gewoͤhnlich hellrothe oder dunkelrothe oder violette Striemen und Flecken, und haͤufig findet man auch zwiſchen der Schleim⸗ und Muskelhaut kleine Blutextravaſate, welche als ſchwarze, zerſtreuet liegende Flecken von der Groͤße eines halben oder ganzen Silbergtoſchens ſich zeigen.— Die dicken Gedaͤrme enthalten nur wenig duͤnnen, ſtinkenden Futterbrei, welcher bei dem Ruͤckenblut im Maſt⸗ darm haͤufig mit Blut vermengt und von ſchwarzbrauner Farbe gefunden wird. Die Haͤute dieſer Gedaͤrme zeigen gewoͤhnlich auch einige rothe Flecke oder Striemen, doch bei weitem nicht in dem Umfange, wie dieſe an den duͤnnen Gedaͤrmen gefun⸗ den werden.— Im Gekroͤſe zeigen ſich ſchwarze Blutextrava⸗ ſate und man findet darin eine gelbe, ſulzige, mit Blut ver⸗ mengte Maſſe, wie in den aͤußerlich liegenden Geſthwuͤlſten.— Die Milz enthaͤlt gewoͤhnlich viel Blut in ihrem Gewebe und wird deshalb nicht ſelten 2—— 3 Mal ſo groß gefunden, als ſie im geſunden Zuſtande iſt. Haͤufig findet man an ihrer Oberflaͤche Blutextravaſate und ihr Parenchim iſt breiig und fluͤſſig, wie fruͤher angegeben wurde. In ſeltenen Fällen hat dieſes Organ ſeine gewöhnliche Groͤße und unterſcheidet ſich dann durch ſeine dunkle Farbe allein von einer geſunden Milz.— Die Leber iſt oft mit vielem ſchwarzen Blute gefuͤllt und gewinnt dadurch an Umfang, in andern Faͤllen hat ſie ihre gewoͤhnliche Groͤße und weicht dann nur durch ihre mehr dunkle Farbe und ihr breiigeres Parenchim von der geſunden Beſchaffenheit ab. Die Gallenblaſe iſt meiſt groß und mit vieler duͤnnfluͤſſiger Galle gefuͤllt, zuweilen enthaͤlt ſie auch nur wenig Galle. Die Lungen findet man welk, weich, zu⸗ ſammengefallen und bald ſtellenweis, bald mehr allgemein dunkelroth von Farbe, in ſeltenen Faͤllen blaßroth. Beim Einſchneiden in ihre Subſtanz hoͤrt man ein kniſterndes Ge⸗ raͤuſch, wie bei einer geſunden Lunge, wenn nicht zufaͤllig an⸗ dere Krankheiten zugegen ſind, als: Lungenknoten oder Hepa⸗ tiſirung des Parenchims, wie bei der Lungenknotenſchwind⸗ ſucht, oder der chroniſchen Lungenſeuche des Rindviehes— Krankheiten, welche mit dem Milzbrande vereint vorkommen koͤnnen. An der Theilung der Luftroͤhre in die beiden Lungen⸗ aͤſte findet man gewoͤhnlich ebenfalls die mehrbenannte gelbſul⸗ zige Maſſe abgelagert, ſo wie dieſe auch an den Stellen des Herzbeutels haͤufig ſich zeigt, wo im Keſunden Zuſtande Fett liegt. In dem freien Raume der Bruſthoͤhle, ſo wie in dem Herzbeutel, findet man oft eine gelblich gefaͤrbte Fluſſigkeit in mehr oder weniger reichlicher Menge.— In der Luftroͤhre und


