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Hat ſich die Beule als Blaſe auf der Zunge metamorphoſirt, ſo findet man durch die Leichenoͤffnungen die Zunge, den wei⸗ chen Gaumen, den Rachen und den Gaumenſegel ſphazeloͤs, welche brandige Verwuͤſtungen ſich weit hinab in den Schlund und Magen erſtrecken. Nicht minder ſtrotzen Leber, Milz und Lungen vom ertravaſirten Blute; ſchwaͤrzlichte Striche und Tupfen zeigen ſich an verſchiedenen Hauten, und ſulzig jau⸗ chige Ergießungen fuͤllen die Hoͤhlen aus. Hatte ſich mit kleinen Brandbeulen und Blaſen, oder auch ohne dieſelben der rothlaufartige Ausſchlag gebildet, ſo weiſt die Sertion das an⸗ gefeindete Hautgewebe welk, die Leber wulſtig, brandig, ſchwer; die Milz muͤrbe und knotig; der„Magen mit aashaft riechen⸗ der fauler Jauche gefuͤllt, klebericht und brandig; ergoſſene Galle im Duͤnndarme, mit Brandflecken beſetzte Lungen und ſtrotzende Gehirngefaͤße.— Wie uͤberhaupt immer die Zerſtoͤ⸗ rungen, die man durch die Section an den Organen findet, ſein moͤgen, und wie mannichfaltig ſie ſich auch darſtellen, ſo ſind doch die Karfunkeln, die Exkravaſate, das gelbe Waſſer, oder die Sulze im Innern des Koͤrpers die conſtanteſten Befunde.“— Aadnss Sege Ihse e
Koͤrber ſagt uͤber die Erſcheinungen bei der Section der am Milzbrande gefallenen Thiere Folgendes, welches ich aus⸗ fuͤhrlich mittheile, da deſſen Schrift die neueſte iſt.„Bei der Section der nach kurzer Dauer der Krankheit krepirten Thiere findet man gleich nach dem Tode unter der Haut und uͤber⸗ haupt an allen Stellen des Koͤrpers die Blutgefaͤße mit einem zaͤhen Blute, welches zu einem gleichmaͤßigen ſchwarzen Klum⸗ pen geronnen iſt, ſtrotzend angefuͤllt. In der Bauchhoͤhle zei⸗ gen ſich die Milz, Leber und die Nieren ſchwarzroth von Farbe, ſtark aufgetrieben und ihr. Parenchim ſehr brelig; vorzugsweiſe findet man dies aber bei der Milz, ſo daß nach einem Einſchnitt in dieſes Organ und Hochhalten deſſelben oft der groͤßere Theil des Parenchims nusfließt. In der Bruſt⸗ hoͤhle erblickt man die Lungen meiſt von Blut uberfuͤllt und ſchwarzroth von Farbe. In der Schaͤdelhoͤhle ſind namentlich die Blutleiter ſtrotzend von dunkelſchwarzem Blute uͤberfuͤllt. Zuweilen findet man auch an einigen Stellen des Körpers, na⸗ mentlich im Zellgewebe unter der Haut, kleinere oder größere Blutextravaſate.— Wird die Section einige Zeit nach dem Tode unternommen, ſo findet man außerdem noch Folgendes: Nach dem Tode durch den Milzbrand geht der Cadaver außer⸗
ordentlich raſch in Faͤulniß uͤber, man findet ſchon deutliche Seren de Faͤulniß am Cadaver, wobei der Hinterleib ſehr aufgetrieben und das Blut ſehr duͤnnfluͤſſig Beworden iſt.—


