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Das buch von der Tugent und Weißheit, nemlich Neunundviertzig Fabeln, der mehrer theil auß Esopo gezogen unnd mit guten Rheimen verkleret Durch Erasmum Alberum Allen stenden nuetzlich zulesen
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249 Die Fabeln Eſopi. So nemen wir darnach den balck/ Vnd tragen jhn ins Kuͤrßners hauß/ Vnd loͤſen ſieben batzen drauß/ Darumbkkauff dir an deine fuͤß Ein par ſchuh/ vnd hab dir die druͤß/ Gedenck vnd kauff mir auch ein par/ Sich alſo muß ich jmmerdar Dich lern vnd vnderweiſen baß/ Sich nerꝛchin wie gefelt dirdas⸗ Des a bendo/ als das Fuͤchßlin kam/ Vnd jhn das Bewerlein vernam/ Da hielt er ſich nachs weibes rath/ Der Fuchß ſein lohn empfangen hat/ Vndanckbarkeit das war ſein lohn/ Des ſey jetz undt genug dauon.

Das Morale ſuch beyden andern fabeln/ wider

die vndanckbarkeit. Item · Dixeris maledicta cuncta, cum ingratum hominem dixeris. Welcher vndanckbar wirdt genent/ Der iſt auffs aller hoͤchſt geſchendt.

Von einer alten vnd jungen Nauß/

Die 49. Fabel. S hatt ein Mauß ein einig Kind/ Daſſelb war all jhr haußgeſind/ Drumb ſie das Kind mit ſorgen nert/ Weil jhr Gott nicht hatt mehr beſchert/ Sie hatts kind ſtets in jhrem ſchoß/ Biß das begund zu werden groß/

Da weer das Meußlin gern hinauß Spaciern