Von Eſopus leben.
Da merckten ſie/ das Eſopus nit genarꝛt het/ vaer den korb erwelt zutragen/ denn im anfang hab⸗ er wol ſchwer zu tragen gehabt/ aber mit der deit ſey jhm die laſt jmmer leichter worden.
Als ſienun in die Stadt Samus kamen/ wur den ſie auff den marck geſtelt/ nemlich ein Cantor/ vnd ein Gramaticus/ das waren zwen ſchoͤner kna ben/ der dritt/ Eſopus/ der war zwiſchen die zwen ge ſtelt/ das verdroß etliche/ aber der Kauffman thets darumb/ das die ſchoͤnen Knaden gegen dem heßli⸗ chen Eſopo deſte feiner anſehens hettẽ. Alſo kamen die buͤrger auff den marckt/ vnnd kam ſonderlich ein weiſer gelerter Magiſter/ mit namen Xanthus/ võ dem man viel in der Stadt hielt/ der kompt auch zu marckt ſampt etlichen ſeiner Studenten. Da fraget er den Eantor/ was er kuͤnde? Der antwort/ ich kan alles. Des lacht Eſopus vberlaut. Da fraget er den Grammaticum was er kuͤnde? Er antwort auch al ſo. Da lacht Eſopus noch vielmehr. Es bot aber der Kauffman die zwen Knaben ſo thewr/ das der Ma⸗ giſter hinweg gehn wolt/ Da baten jhn die Studen ten/ er ſolt doch auch den heßlichen Menſchen feyl⸗ ſchen. Der Magiſter wandte ſich vmb/ nicht das er willens wer jhn zukauffen/ ſonder das er ſeinen Stu denten zu willen wer/ vnd jnen ein gelechter anricht. Alſo fragt er Eſopum/ was er kuͤndte? Er antwort/ gar nichts kan ich. Da ſprach der Magiſter/ wie ge het das zu/ das du gar nichts kanſte Eih ſprach Eſo pus)was kann ich wiſſen/ dieſe zwen koͤnnens alles/ und haben mir nichts gelaſſen. Da mantkten de 38G
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