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Das buch von der Tugent und Weißheit, nemlich Neunundviertzig Fabeln, der mehrer theil auß Esopo gezogen unnd mit guten Rheimen verkleret Durch Erasmum Alberum Allen stenden nuetzlich zulesen
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Von Eſopirs leben..

denten/ das Eſopus vorhin deshalben gelacht hett/ der Magiſter ließ jhm den ſchwanck wolgefalln/ vnd ſprach zu jhm/ Wolteſtu auch frumb ſein wenn ich dich kaͤufft? Da antwort Eſoyns/ ja wenn jhr mich ſchon nit kaͤufft/ ſo will ich mich doch recht hal⸗ ten. Da ſagt der Magiſter/ Wolteſtu mir auch ent⸗ lauffen? Antwort Eſopus/ Habt jr auch je ein vo⸗ gel geſehen/ wenn er auß der kebwich oder bawer hat koͤnnen entrinnen/ der es zuuor ſeinem herrn ange⸗ ſagt/ vnd jhn darumb zu rath genomen habe Da ge dacht der Magiſter wol/ das Eſopus ein hoͤflicher vnd geſchickter menſch were/ doch ſchewet er vor der heßlichen geſtalt. Das merckt Eſopus/ vnd verdroß in ein wenig/ ſprach/ Domine Magiſter/ ſeht nit an die euſſerliche/ ſonder die innerliche geſtalt/ denn es ſchmeckt euch doch auch ein guter Wein wol/ ob er ſchon in eim heßlichen vaß ligt.

Da mercket der Magiſter noch baß/ das der heßlich Eſopus ein feiner Menſch were/ vnd fragt den Kauffman/ wie erjhn geben wolt? Der Kauff⸗ man aber hett lieber geſehen/ das er die zwen ſchoͤne Knaben gekaufft het/ Eſopum wolt er jhm gern inn kauff geſchenckt haben/ aber der Magiſter wolt nur Eſopum kauffen/ Vnd fragt was er vmb jhn geben ſolt? Da ließ jn der Kauffman vmb 40. Seſtertios/ das ſind zwentzig batzen. Alſo kauffet Xanthus den Eſopum. Vnd da er nu mit jm heim kam/ ließ er jhn ein weil fuͤr der thuͤr ſtehn/ das er nicht ſeiner hauß⸗ frawen den heßlichen menſchen ſo vnuerſehens fur die augen hraͤcht/ denn ſie war wunderlich. Darum̃

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