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Eine Wohl-vollbrachte Ritterschafft Und Wallfahrt zur ewigen Wohlfahrt, Dardurch man des Himmlischen Kleinods wird theilhafft : In einer sonderbahren Leichen-Rede, Aus 2. Tim. IV,7. 8. Nach dem seeligen Ableiben Des ... Herrn Johann Heinrich Palmen ... Hof-Jubiliers, und Niederlags-Verwandten zu Wien ... Als Derselbe ... 1710. den 18. Aprilis allda seelig gestorben ... / Vorgestellt und auf Begehren ausgefertiget Von M. Ludwig Carl Ditzinger, Ministerii Seniore
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61
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Leich⸗Predigt.

nen werden vorkommen/ 1. Theſſ. IV, 17.(welche entgegen geſetzt werden den Atheiſten und Epicurern/ 1. Cor. XV, 12.19. 1. Theff. XIV, 13. 2. Tim. II, 18. Cohel. III, 19. Sap. IV, 2.) Und alſo im Stand guter Wercke erfunden werden. Darum verleugnendas ungoͤttliche We en/ und die weltliche Luͤſten/ und zuͤchtig/ Frechtund gottſeelig leben in der Welt/ und warten auf die ſeelige Hoffnung/ und rſcheinung der Herrlichkeit des groſſen GOttes/ und unſers Heylandes JEſu Chriſti/ Lit. II, 1r. Und zuvor ernſtlich ſich bereitet haben/ EL. KXX, 18. Damit Paulus ſelbſt eine Application von ſich nicht nur auff Lehrer/ Martyrer und Aung⸗ ſcauen/ ſondern alle andere Glaubige machet/ 2. Cor. IV, 13. 2. Petr. I, 1. Phil. I, ult. jede mit ſich zu reitzen/ ein ſehnliches Verlangen nuch dem furgeſteckten Ziel und Kletnod zu erwecken; wie die Begierdte in der Welt zu gefahrlichen Cronen un⸗ maͤßig/ der Eckel aber fur Chriſti Dornen⸗Crone unbeſchreiblich/ und doch ohne dieſe/ die Himmliſche nicht zu erlangen iſt; Jeden in ſeiner Muͤhe zu troͤſten/ und zubezeugen/ daß die Gewißheit ſeiner zukuͤnfftigen Herrlichkeit Er nicht habe durch eine auſſerordentliche Offenbahrung; noch die Crone des Lebens ſeye eine ſolche be⸗ ſondere Gnaden⸗Gabe/ welche ſonſt keinem als Ihme/ und der nur Apoſtoltſche Krafften habe zu theil werden konne; ſondern/ wie die Crone allgemein ſeye/ in Anſehung des Haupt⸗Weſens der Herrlichkeit/ ſo ſeye dieſes auch eine allgemeine Condition und Pflicht/ daß ſelbe durch Kaͤmpffen muͤſſe erlangt werden; und wie ehedeſſen zwar im Wettlauffen nur der erſte/ im Wett⸗oder Ernſt: Kampffaber alle die ſich am beſten gehalten/ die Cronen erlanget/ ſo werde es auch bey Chriſten erge⸗ hen/ I. Cor. IX, 24.

Es iſt aber die Erſcheinung Chriſti nicht eigentlich ſeine Offenbahrung im Fleiſch/ 1. Tim. III, 16. dardurch erſchienen der Auffgang aus der Hohe/ Luc. 78. und die heilſame Gnade allen Menſchen/ Tit. II, 11. noch weniger eine ſonderbahre auſſerordentliche Erſcheinung/ wie im A. T. oder nach ſeiner Aufferſtehung ſeinen Juͤngern und den H. Weibern/ oder Stephano und Paulo wiederfahren. Denn ſeelig ſind die Augen die nicht ſehen/ und doch glauben/ Joh. XX, 11. Petr. I, 8. Soiſt es auch nicht von einer geiſtlichen Erſcheinung im Glauben/ und Verklaͤrung in der Seelen/ Gal. I, 10. welche allen Menſchen nothig iſt/ 2. Cor. III, 18. c. IV, 6. zu⸗ verſtehen; ſondern von der kunfftigen/ herrlichen/ und aller Welt in die Augen leuchtenden Erſcheinung Chriſtt in ſeiner Herrlichkeit am Juͤngſten Tag/ da ſeine und ſeiner Glaubigen in und mit Ihme verborgene Herrlichkeit wird offenbahret werden/ Col. III, 3. 4. 1. Petr. I, 5. 8. iſt hier die Rede. Worvon Matth. XXV, 31. 1. Theſſ.IV, 16. und in andern Stellen mehr gehandelt wird; daruͤber ein beruͤhm⸗ ter Lehrer alſo ſchreibet: Wenn die Schrifft/ ſo offt die letzte Zukunfft des HErrn ſeine Erſcheinung nennet/ wird nicht vergebens gemercket/ daß ſolche darauff ſehe/ daß Chriſtus bereits nach beyden Naturen/ dann Ihm ja vornehmlich von der Menſchheit wegen die Erſcheinung zukommet/ bey uns hie auff Erden ſeye/ Matth. XXIIX, 20. ob wir ſchon denſelben noch nicht ſehen koͤnnen; alſo/ daß ſeine

Zukunfft vielmehr eine Erſcheinung ſey deſſen/ der da bey uns iſt(Siehe 2. Theff.II, 8) als eine neue Zukunfft deſſen/ der da noch nicht bey uns waͤre. Wie wir uns bey Gedaͤchtnüß der Erſcheinung Chriſti unſerer Schuldigkeit zu erinnern/ magjeglicher ſelbſt/ Tit. II, 1I. 12. 13. ſehen. So wird es auch an Troſt daraus nicht mangeln. Iſts eine Erſcheinung/ ſo iſt der HErr bereits bey uns/ und ſteht uns bey. Welche Gegeuwart/ ob ſie ſchon unſern Augen nicht ſichtbar/ dennoch dem Glauben uͤber alle maſſen troſtlich ſt. Sonderlich/ weil auff dieſelbe eben durch dieſe Erſcheinung die ſichtbare Gegenwart unſers liebſten Heylands uns alſo wiederbracht wird/ daß wir derer in Ewigkeit nicht verluſtig werden moͤgen. Sa man auch in der andern Bitte darum bittet: Zukomme uns dein Reich! Act. XIII. nichts mehrers wuͤnſchet/ ale auffgeloͤſet/ 41 bey IEſu Chriſto zu*