hter
II die auf m Verſtändnis be zurückgewieſen gende Auswahl elbſt ein Urtei Wort über die geſchickt werden
der deutſchen „Es fehlte der Und die Wahr⸗ ter. Daß es am, nicht an n; aber zum nein großer und das war eſten bald in ie eine Leiden⸗ dihn zugleich achtvollen oder Paſſion“ nicht t es ihm au ¹, fehlt es an Empfindung⸗ jeder Richtung, vollendet wätt, heichtet. Man nden ein, doß⸗ der einer unge und Ausdruc
ier mitgeteilten
XXVII ſich auf einen anzuknüpfenden Gedanken einfach durch den Reim hinüberlocken läßt, und daß nicht ſelten das Belehrende zu ſtark hervortritt, wodurch das Lied den Eindruck einer gereimten Predigt erweckt. Es iſt manches zu„ſtoffartig“, wie Knapp es gut ausdrückt. Aber man muſtere doch die geiſtliche Poeſie des lutheriſchen wie des pietiſtiſchen Dichterkreiſes, auch die in die Geſangbücher übergegangene, und man wird dem Urteil eines ungenannten Freundes Knapps beiſtimmen:„Jenes dogmatiſche Wachs, das bei P. Gerhardts köſtlichen Liedern(und bei anderen noch mehr) uns zuweilen noch in die Zähne kommt, iſt bei Zinzendorfs kindlicher Perſönlichkeit nicht mehr vorhanden.“ Und wenn uns die folgenden Worte des feinſinnigen erſten Herausgebers der Gedichte des Grafen auch etwas zu voll er— ſcheinen, ſo hat er unſeren Dichter doch treffend gekennzeichnet, wenn er ſagt:„Zwar ſteht er einigen anderen Sängern in einzelnen Beziehungen nach, aber im eigentlichen Herzensgeſang für Chriſtum wird er wohl der erſte, der reichſte und gewaltigſte ſein, ob auch mit menſchlicher Schwachheit umkleidet. Er beſitzt nicht die Pedal-Donner des Luther⸗Geſanges, auch nicht— wenigſtens lange nicht überall die objektive, rein populäre Form P. Gerhardts, aber die Fittige ſeiner geiſtigen Macht ſind größer, ſein Gemütsfeuer flammt noch höher empor und tiefer hinab, und die Genialität ſeiner Phantaſie ſcheint mir da, wo er ganz als Dichter auftritt, noch glänzender als die der beiden andern Heroen.“(Knapp, Geiſtliche Gedichte des Grafen von Zinzendorf, Vorrede S. XVI.) Daran ſchließen wir noch das Urteil Herders, der wie kaum ein anderer, poetiſche Blüten in ihrem eigentümlichen Duft zu würdigen gewußt hat. Er ſagt in ſeiner Adraſtea:„Wer mag auch den hingeworfenſten Liedern des Grafen eine Biegſamkeit der Sprache, einen Reichtum an kühnen Wendungen und Herzensausdrücken abſprechen, der oft überraſcht, oft betäubt! Und in den erleſenen Geſängen, zumal wenn ſie die Gemeine und ihre entfernten Brüder be⸗ treffen, hier, welche ſtille Ruhe— dort, welche zarte Innigkeit und Demut!“
Nimmt Zinzendorf infolge des künſtleriſch Unvollendeten ſeiner Lieder den Rang unter den geiſtlichen Dichtern nicht ein, der ihm ſeiner poetiſchen Kraft nach zukäme, ſo gebührt ihm


