XXV auch weniger zugänglich für Fernerſtehende. Seine Lieder aber eden verſtummen mehr und mehr oder ermangeln der früheren Un mittelbarkeit und Friſche.
Vom Jahre 1755 an nahm Zinzendorf ſeinen Aufenthalt wieder in der Lauſitz. Die ſächſiſche Regierung hatte das Aus weiſungsdekret zurückgenommen. Auch die frühere Feindſchaft d Adels und der lutheriſchen Geiſtlichkeit im Lande war Lrichen, ja hatte vielfach der Anerkennung Platz gemacht. Ein heiterer,
Grund des
nſtand des friedevoller Abend folgte dem vielbewegten Lebenstag. Seine Ge— ar es nicht meine blickte mehr denn je in inniger, liebevoller Verehrung zu der Lebens ihm auf. Und er ſelbſt ließ ſich in dieſen letzten Jahren die Be Heit ſeines feſtigung des Glaubenslebens der einzelnen durch private Seel ber es war ſorge wie durch öffentliche Reden in beſonderer Weiſe angelegen ſein. auben und Zinzendorf hat im letzten Jahrzehnt ſeines Lebens in ſeinem ch dadurch eigenen Familienkreis ſchmerzliche Verluſte erlitten. In früheren ſatte, und Jahren ſchon waren ihm eine Anzahl Kinder in zartem Alter ſchädigend wieder genommen worden. Aber im Jahre 1752 ſtarb zum tiefen hritt von Schmerz des Vaters ſein Sohn Chriſtian Renatus im 25. Lebens g in die jahr. Mit ihm ſanken viele Hoffnungen des Vaters dahin. ruck und Und im Jahre 1756 ward ihm ſeine treue Gattin und Gehilfin
in der Arbeit, die Gräfin Erdmuth Dorothea, von der Seite genommen. Er trat dann im Jahre 1757 zum zweiten Mal in die Ehe, indem er ſich mit Anna Nitſchmann verheiratete.
Am 9. Mai 1760 ſchlug die Todesſtunde des Grafen Zinzen dorf. Ein hitziges Katarrhalfieber machte in einigen Tagen ſeinem Leben ein Ende, als er ſein 60. Lebensjahr nahezu vollendet hatte. Sein Heimgang machte auf die ganze Gemeine, namentlich
ende Ein aber auf alle, die perſönlich anweſend waren, einen tiefen Ein r nahmen druck. Feierlich und friedevoll wie ein Fürſt Gottes verſchied er. ußen eine Sein Leen war ein Leben der Liebe. Nicht nur für redet da ſeinen Heiland, auch für ſeine Brüder glühte ſein Herz in Liebe ßgedanken Und trotz ſeines hohen Standes, der nie verwiſcht wurde, und ſtets mit trotz ſeiner führenden Stellung, die unter verſchiedenen Namen on geb doch immer die gleiche blieb bis an ſein Lebensende, hing ſeine Ge ten Jahr meine, hingen alle einzelnen mit unbee grenzter, vertrauender Liebe
an ihm. In dem Reichtum ſeiner Liebe, mit der er liebte und ge liebt wurde, lag die bezwingende Macht ſeiner Perſönlichkeit. Und ein liebevolles Andenken bleibt ihm auch durch die Jahrhunderte.


