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Geistliche Gedichte des Grafen von Zinzendorf : eine Auswahl zur Erinnerung an den Tag seiner Geburt vor zweihundert Jahren / herausgegeben von H. Bauer und G. Burkhardt
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aber nicht mit Neigung. Seine privaten, aber mit Herz und Gemüt getriebenen Studien galten der Bibel, der Theologie. So war auch, als er nach vollendeten Studien und nach längeren Reiſen in den Staatsdienſt trat als Hof⸗ und Juſtizrat bei der Regierung in Dresden, die amtliche Thätigkeit nicht das, woran ſein Herz hing. Der Verkehr in amtlichen Kreiſen, namentlich aber das Treiben am kurfürſtlichen Hof ſtieß ihn ab. Er ſammelte ſtatt deſſen in aller Stille erweckte Leute um ſich, mit denen er in Speners Weiſe Erbauungsſtunden hielt. Aber nirgends verbarg er ſeine Geſinnung. Er trat mit dem, was ſein Herz erfüllte und was er wollte und wünſchte, in Wort und Schrift ganz offen hervor. Das erregte ſchon damals nicht nur Ver⸗ wunderung, ſondern Haß, der ſich ſpäter je länger je mehr ſteigerte.

Das Ideal, das in dieſer Zeit ſein Gemüt erfüllte und deſſen Verwirklichung er beſtändig im Auge hatte, war: als chriſtlicher Gutsherr auf dem Lande für ſeine Leute, die nach damaliger Anſchauung ſeineUnterthanen waren, in religiöſer und ſitt licher Beziehung väterlich zu ſorgen. Von da aus wollte er dann weiter in der Weiſe Franckes am Aufbau des Reiche Gottes arbeiten. Es ſchwebte ihm eine chriſtlich geleitete Land ſchule für adlige Knaben vor, eine ländliche Nachbildung des Halliſchen Pädagogiums. Ferner wollte er durch Bibelverbreitung und Verbreitung chriſtlicher Schriften wirken. Das Eigentliche aber und die Hauptſache bei all ſolcher Wirkſamkeit war, wie er es ſpäter ausdrückte, der Welt den Heiland zu verkündigen. Die Perſon des gekreuzigten und auferſtandenen Heilands ſollte als der Mittelpunkt des Chriſtentums klar hingeſtellt und alles Nebenſächliche davon ausgeſchloſſen werden. Aber Herzens glaube an dieſen Heiland und perſönliche Lebensge meinſchaft mit ihm ſei das unumgänglich notwendige Stück und das Weſen eines wahren Chriſtenlebens. Er nannte das die Herzensreligion, auch die Univerſalreligion des Heilands. Und die ganze evangeliſche Kirche, ja weit darüber hinaus auch die Katholiken, die Juden und Heiden ſollten das Feld ſein für die Verkündigung dieſer Religion. Unſtreitig ein großartiger, über Spener und Francke bereits weit hinaus gehender Gedanke. Und eben dieſen Gedanken weiter auszu geſtalten und wirkſam zu machen, das iſt in der That die von

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