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Johann Balthasar Schuppius, ein Vorläufer Speners, / für unsere Zeit dargestellt von Alexander Vial, Pfarrer Extraordinarius und Rector zu Neukirchen in Kurhessen
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doch nicht immer lachte, weil es ihm nicht gleichgültig sein konnte, bei seinen Pfarrkindern in ein Licht gestellt zu werden, das seine Einwirkung auf diese hindern musste.

Indess, wenn es dabei nur geblieben wäre, würde es immer noch zu ertragen gewesen sein. Allein es gesellte sich alsbald der Neid seiner Collegen dazu. Diese benutzten nicht allein die seltsamen Gerüchte die über Schuppius im Schwange waren, zu noch gehässigeren Uebertreibungen, sondern gingen auch systematisch darauf aus den Mann, der ihnen schon längst ein Dorn im Auge war, zu ruiniren. Seiner Rechtgläubigkeit konnten sie zwar nichts anhaben, weil er nie gegen die Richtschnuren derselben direct ver- stossen hatte, aber desto mehr gab ihnen der Umstand, dass Schuppius seine eigne ihm natürliche Sprache führte und nicht, wie er sich selbst ausdrückt, alle Phrases nach der Bibel und den libris symbolicis formirte, wobei er Luther zum Vorbild habe, Veranlassung diess als symbol- widrig, profan, gotteslästerlich und eines Theologen un- würdig aufzugreifen. Das Hamburger geistliche Ministerium schickte nämlich die Schriften Schupps, welche dieser ausdrücklich nicht fürtheologische, d. h. wol rein erbau- liche, sondernpPolitische angesehen wissen wollte, die er als Doctor der Philosophie zu seiner Erholung abgefasst habe, an zwei Universitäten, damit diese sich aus der sa- tyrischen Form derselben ein Urtheil bilden sollten über Schupps Predigtvorträge, von denen er noch keinen hatte drucken lassen. Auf Grund dieser Schriften verlangte das geistliche Ministerium dann ein Gutachten darüber, ob Schuppius damit nicht gegen die Symbole der evangelischen Kirche und gegen das Amt eines evangelisch-lutherischen Predigers überhaupt sündige ¹). Natürlich lautete da die

¹) Anhang p. 115. cf. Abgenötigte Ehrenrettung p. 660.