Theater.

Pe ſt h.[(Der Zauberer Phi⸗ lippe im Nationaltheater.) Wieder hat das Nationaltheater dem Geſammt-Publikum Peſths einen köſt lichen Genuß bereitet. Es iſt dies Herr Philippe aus Paris, der dort ſeit dem 19, d. ſein geheimnißvolles Weſen treibt, und uns eine phantaſtiſche Welt er ſchließt, von der wir früher keine Ah nung hatten. Wir haben ſchon viele Eskamoteurs geſehen u. bewundert und noch nicht lange, produzirte auf derſelben Bühne der geſchmeidige, aimable Döbler ſeine gewiß beachtenswerthen Stüke, u. gewann ſich Aller Herzen; aber unbe ſchadet der Geſchiklichkeit des Leztern, iſt Philippe noch ein ganz anderer Mann. Seine Stüke tragen alle den Stempel der Neuheit und Ueberraſchung an ſich. Gewiß muß Jeder ausrufen:das habe ich noch nicht geſehen! Man mag ſich den Kopf noch ſo zerbrechen, man ent hüllt die geheimnißvollen Federn nicht, die dieſe erſtaunenswerthen Maſchinationen in Bewegung ſezen. Philippe ſchafft Euch Maſſen aus Nichts herbei und iſt unerſchöpflich darin. Er ſchöpft aus ei nem und demſelben Hute einen ganzen Kinderanzug, eine Unzahl metallener Be cher, eine lebendige Menagerie, wieder

Mittwoch, 23. Dezember.

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eine Unzahl Becher, eine ganze Berch⸗ tholdsgadner Spiel zeughandlung, aber⸗ mals hundert Becher, ein Treibhaus⸗ garten der ſchönſten Blumen, und noch⸗ mals ein Schok Becher, und glaubt Ihr, er iſt ſchon zu Ende! Nein! Nun erſt ſchneiet es aus demſelben Hute ei⸗ ne ſolche Maſſe von Flaumfedern, daß eine kleine Haushaltung ihre ganze Bettgarnitur damit verſehen könnte. Das iſt ein Stük, das man anſeben muß, um es vollkommen zu würdigen. Wir übergehen die andern Experimen⸗ te, die alle eben ſo ergözlich als un begreiflich ſind, und erwähnen nur der lezten Piece, die wahrhaft an die orien taliſche Mährchenwelt erinnert. Phi lippe zaubert Euch aus Nichts, auf ei⸗ nem freien unbehängten Tiſche, ein gro ßes gläſernes Waſſerbeken her, das bis am Rande mit Waſſer gefüllt iſt, und in deſſen Innern ſich artige Goldfiſch lein herumtummeln! Wo mag er die ſes Ding hergenommen, wo es ver borgen gehabt haben? Unerklärlich! Ein mit Waſſer gefülltes Baſſin unter die Kleider verſteken, ohne etwas vom Waſſer zu verlieren, iſt doch undenkbar. Philippe ſoll dieſes Stük in China ge lernt haben; in der That für uns Eu⸗ ropäer erſcheint es wirklich pagodiſch. Philippe führt übrigens ſeine Stüke