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den Jahren ſind, wo ſie ohnehin ſizen bleiben müſſen, doch dieſe Geſellſchaft be ſteht aus lauter jungen hübſchen Mädchen, die am Ende doch unter die Haube kom men, jedoch ob dies nicht eine Finte iſt, und ſie ihre Männer feindſchaft dann an ihre unglüklichen Ehegatten erſt recht aus zulaſſen, davon ſchweigt die Geſchich⸗ te. Dem. Revie, die liebenswürdige Benefiziantin, zeigte ſich als heitere, joviale Komikerin, die ſelbſt den tro kenſten, abgeſchmakteſten Worten durch ihr heitere Laune eine humoriſtiſche Far be verleihen kann. Im Vortrage ihrer Lieder iſt ſie beſonders ausgezeichnet u. ſucht hierin ihres Gleichen. Hr. Nitſch (Abraham) ergözte durch ſeine angebor ne, natürliche Komik. Hr. Seydl war eine draſtiſche Figur u. hatte viel Er gözliches in ſeinem lebendigen Spiel. Hr. Kurt, ſo wie Hr. Fröhlich gaben ihre Rollen mit vielem Beifall. Dem. Re⸗ vie erhielt großen Applaus u. ward auch mit Lorbeerkränzen belohnt. J. S. Wien. Am 20. d. wiederholte Dem. Henriette Carl die Norma im k. k. Hoftheater nächſt d. Kärnthner⸗ thore. Der Erfolg war abermals durchaus glänzend. Das Recitativ im erſten Akte ward ſtürmiſch applaudirt, eben ſo das Andante und der Schluß der großen Arie, nach welcher ſie zwei Mal mit Enthuſtasmus gerufen wurde. Glei⸗ ches geſchah am Ende des erſten Aktes und nach dem Duett mit Adal giſa. Am Schluſſe der Oper ward ſie mit Herrn

Staudigl, der den Oroveſo mit gewohn ter Meiſterſchaft ſang, abermals geru fen. Dem. Mayer ſang beifällig die Adalgiſa und Hr. Erl(Sever) trug mit Effekt ſeine erſte Arie vor. Daß die Carl ſolche Erfolge als Norma in Wien erlebte, iſt um ſo ehrenvoller für ſie, da man erſt vor Kurzem die gro ße Paſta darin geſehen, welche ſogar die Mallibran in Einigem übertroffen hat. S. k. k. Hoheit der Erzherzog Franz Carl beehrte dieſe Vorſtel⸗ lung vom Anfang bis zu Ende mit Höchſtſeiner Gegenwart.

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6 Aachen. Eine junge Sängerin, Dem. Kundt, früher in Peſth, dann

in Frankfurt engagirt, macht hier viel Aufſehen. Ihre einnehmende Perſön lichkeit und ihre angenehme Stimme u. ſchöne Geſangsweiſe haben ſie zum ent ſchiedenen Lieblinge unſers Publikums gemacht. Wir hatten noch ſelten eine erſte Sängerin gehabt, die ſo allgemein gefiel, und unſer Direktor verdient über dieſe glükliche Acquiſition den wärmſten Dank. Außerdem iſt bier noch die be kannte Mad. Ernſt- Seidler engagirt, die aber nur faſt ausſchließend als Nor ma gefällt.

Berlin. Unſere Hofbühne hat drei neue Opern zur Aufführung ange nommen:Hans Sachs, von Lortzing; Trübſale eines Hofbankiers, vom Frei herrn von Lichtenſtein(wenn nur keine Trübſale eines Hof, Operntext-Ueberſe⸗ zers daraus werden 1), u. dieKreolin von Gähring.

Nteratur.

Literariſches Portfolio. Theodor von Kobbe ſagt in denHu moriſtiſchen Blättern: Mich führte die Neugierde in das Theater. Aber ich ennuyirte mich dort, es wurde eins von den niederträchtigen Konverſations ſtüken gegeben, womit man jezt alle Bühnen überfluthet. Ich danke Gott, daß ich unverheirathet bin, und daß ich nicht roth zu werden brauche, wenn meine Tochter im Theater geweſen iſt und ein Stük wie den beliebtenVall zu Eller⸗ brunn, und in demſelben den Kommiſ ſionsrath Zuker, ſeine Frau Gemahlin und dergleichen Charaktere bewundert hat. O lieber Vater Schiller, wie hatten die Rezenſenten Recht, aber wie ſchreklich verſündigten ſie ſich auch, als ſie nachwieſen, daß deine meiſten Men⸗ ſchen nicht lebensfähig, zu göttlich oder

wie man ſie auch nenntIdeale ſeien.