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Mlittwoch, 25. Vovember.
1840.
Theater.
Peſt h.(Familie Lewy im Nationaltheater.) Die ausge⸗ zeichneten jungen Künſtler, Melanie, Karl und Richard Lewy, gaben am 21. d. ein zweites Konzert im Na⸗ tionaltheater und zur höchſten Vefriedi— gung des Publik ums. Nach der Zampa⸗ Ouverture eröffnete der kleine Rich ard „Lewy⸗Herz“ das intereſſante Kon— zert mit Variationen aus der Oper: „Lucrezia Borgia“ u. verſezte mit ſei⸗ nem Wunderborne das Auditorium in nicht geringe Extaſe. Man glaubte ſich durch dieſe wabrhafte Amourettenge— ſtalt in das phantaſtiſche Land der El— fen und Feen verſezt, ein Glaube, der durch die darauf erfolgte Erſchei⸗ nung einer wunderlieblichen Sylpbide, in der Perſon der Demoiſelle M ſe— lanie, die der goldenen Harfe tlef ergreifende Aeolsklänge entlokte, beſtärkt wurde.— Nachdem ſich das Auditorium ganz ſatt applaudirt und gerufen hatte, nahm Karl Lewy ſeinen Poſten am Klaviere(diesmal ein beſſeres Inſtrument als neulich) ein und ſpielte zwei Piecen von Thalberg und Liszt mit einer Virtuoſität, die dieſen beiden Heroen keine Unehre machte. Gro— ßer Beifall. Am Schluſſe vereinigte ſich
dies Dreigeſtirn, um die Elegie des unſterblichen Beethoven auszuführen, was eine ungemeine Wirkung auf die Zuhörer ausübte. Man ließ den jungen Künſtlern alle erdenkliche Auszeichnung zu Theil werden.— Vorher wurden die beiden erſten Akte der Oper„Ca— puletti und Montecchi“ gegeben, in welcher Mad. Schodel als Romeo aus gezeichnet war. Es iſt eine ihrer vor— züglichſten Kunſtleiſtungen. Das Pu— blikums rief ſie vier Mal hervor. D.
Ofen.(Neue Poſſe.) Am 21. d. zum erſten Male und zum Be— nefiz der Dem. Revie:„die Maske, oder die Männerfeindin auf dem Kat ha— rinenball“, komiſches Gemälde in drei Aufzügen von Schickh.— Dem in Peſth gegebenen„Ralf der Blaubart“, dem gräßlichen Weiberfeind entronnen, ging ich nach Ofen u. fiel einer Männ— nerfeindin in die Klauen. Ralf tödtet e blos weibliche Weſen, doch dieſe Männerfeindin hat ein ganzes Publi- kum, männlichen u weiblichen Geſchlechts, ſich zum Opfer erkoren, um ſie durch Langeweile zu tödten. Das Sujet des Stükes iſt, daß eine Geſellſchaft Männerfeindinen den Entſchluß faſſen, nie zu heirathen. Sonſt pflegen blos Frauenzimmer von geſezten Jahren ſolche Pläne zu hegen, d. h. wenn ſie in


