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als möglich aus Prag wegzukommen, wo unter den gegenwärtigen Verhältniſſen keine Grünbaum, Sontag, Pod horsky oder Lutzer mehr aufblühen und ſich weiter bilden kann.
Nteratur.
Literariſches Portfolio. Von Heinrich Laube ſind zu erwarten: „Franzöſiſche Luſtſchlöſſer““, eine Aus— beute ſeiner Reiſen in Frankreich.— Karl Beck's Trauerſpiel„Saul“, er— ſcheint nächſtens im Druk.— Von Uffo Horn erwartet man nach der Michaelis— meſſe ein Buch über Oeſterreich, unter dem Titel:„Briefe eines Emigrirten““, und ein Bändchen Gedichte.— Herloß— ſohn bringt in kurzer Zeit einen komi— ſchen Roman:„Gaudelius Spickaal.“ Sein„blinder Held“ iſt eben erſchie— nen.— Bei Engelmann in Leipzig er⸗ ſcheinen des genialen engliſchen Dichters Percy Bysſche Shellrv's poetiſche Wer— ke zum erſten Male in einer vollſtändi— gen deutſchen Ueberſezung von Julius Seybt. Die erſte Lieferung(es ſollen deren im Ganzen vier werden) enthält Königin Mab, Alaſtor und den entfeſ— ſelten Prometheus.— Wir beſprechen Shelley vielleicht ausführlicher, und be merken hier nur, daß Hrn. Seybt's Uebertragung eine ſehr wakere genannt zu werden verdient.
Mignon Zeitung.
Potpourri aus Paris. Die Verbrecher in Frankreich haben ſich nach der neueſten Ueberſicht der Kriminal— Statiſtik bedeutend vermehrt. Im Bag⸗ no zu Breſt ſizen allein vierzehn El- ternmörder neben einander. Aus den rebelliſchen Arbeitern gehen täglich neue Verbrechen hervor; der Lebens-Vedarf iſt geſtiegen, und die Arbeitsluſt gerin— ger geworden; da können freilich die
bisherigen Arbeitspreiſe nicht zureichen,
aus eigener Schuld dieſer Menſchen⸗ Klaſſe.— Aus Tolle vom 21. wird, und zwar von Freunden u. Anhängern der Laffarge, gemeldet— denn die⸗ ſes unglükſelige Geſchöpf hat Anhänger und Vewunderer, die ihr, als ſie vor den Aſiſſen ſtand, die Ehe antrugen! — ſie ſei von den Geſchwornen, die ſämmtlich aus den Lim ouſin gebürtig waren, nur verurtheilt worden, weil dieſe Leute blos das limouſiniſche Pa- tois und kein Franzöſiſch verſtänden. Einer der Geſchwornen habe bewundernd des Eifers erwähnt, mit welchem Pail⸗ let ſich der Veklagten annahm. Darauf habe ein anderer erwidert:„Es iſt kein Wunder, denn haben wir nicht gehört, daß er der erſte Batoniſte(Prügelfech⸗ ter— ſtatt Vatonier, Stabträger) in Paris iſt? Dieſe Angabe iſt offenbar fa⸗ belhaft; die Anhänger der Verurtheil⸗ ten aber verſchmähen kein Mittel, um die⸗ ſelbe in der öffentlichen Meinung als eine edle Dulderin erſcheinen zu laſſen. Jezt behaupten ſie auch, der Chemiker Naspail, welcher von Paris nach Tulle eilte, aber erſt nach gefälltem Urtheil⸗ ſpruch dort ankam, habe erklärt, aus alten Lehnſeſſeln, Stühlen u. den Ta— peten im Aſiſſenſaale mehr Arſenik her⸗ ausziehen zu können, als Orfila im Kör⸗ per Laffarges gefunden habe. Nas pail iſt übrigens ein perſönlicher Feind Orfi— la's. Die Verurtheilte hat Kaſſat ion eingelegt, befand ſich am Sonntage wie— der munter und erklärte: der Streit zwiſchen ihr und ihren Feinden ſei noch lange nicht geendigt; ſie ſollten noch von ihr hören!— In der ganzen Um⸗ gegend von Paris herrſcht große Beſtür⸗ zung wegen der anzulegenden Feſtungs⸗ werke, da gar nicht zu berechnen iſt, wie ſehr das Eigenthum daſelbſt im Wer⸗ the ſinken wird. Das ganze Dorf Pan⸗ tin wird ſich unter den Kanonen der Forts befinden, und käme es zu einem Kriege, ſo müßte nicht allein dieſes, ſon⸗


