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wurde ſtürmiſch verlangt. Hr. Roppa weiß mit ſeiner ſeltenen Stimme zu ökonomi— ſiren, u. nur da verſchwenderiſch zu ſein, wo ein allgemeines Aufgebot die Wir— kung verzehnfacht— bei ſeinen herrli— chen Mitteln iſt ihm dann der Sieg
geſichert, und es reihet ſich ein Triumph
an den andern.— Sgr. de Bezzi hat— te zwar mit ſeiner nicht ſehr ſonoren Stimme neben Roppa einen harten Stand, aber nichtsdeſtoweniger konnte man den eminenten Geſangskünſtler über— all erkennen, und er hatte ſehr glän⸗ zende Momente.— Die Uebrigen waren ebenfalls ſehr preiswürdig und ſo kam es, daß das übervolle Haus die ganze Produktion mit einſtimmigem Beifalle und Enthuſtasmus aufnahm. Sgura. Carl u. Sgr. Roppa wurden ſtür— miſch unzählige Male gerufen.— Am 21. d. ward die Oper wiederholt. Gut beſeztes Haus. Gleich gute Produktion; gleich gute Aufnahme. M. Preßburg. Nachdem uns im Lauſe dieſes Sommers die zuſammenge— ſtoppelte Geſellſchaft des Hrn. Pokorny nur ſehr unerhebliche Theatergenüſſe be— reitete, da man nur mit den 88 Kaſchke, Kottaun, Ludolf und Röder, und den Damen Melchior, Herzog und Zöllner ziemlich zufrieden ſein konnte, ſo wurden wir doch durch die von Wien hieher gewanderten„ſchlimmen Frauen im Serail“ einigermaßen entſchädigt. Dieſe Poſſe, die zwar keinen vernünf— tigen Zuſammenhange, aber doch viele gute Wize und Anſpielungen und einen vorzüglichen Reiz durch den reichen Auf⸗ wand weiblicher Schönheiten hat, wur— de ſieben Mal im Theater und ein Mal in der Arena bei zum Erdrüken vollem Hauſe gegeben. Der Applaus war über— ſchwänglich, beſonders gefielen die Tän— ze u. das noch nie geſehene gute Exer— zitium der weiblichen Truppen. Solche Frauen freizulaſſen, wäre wirklich ein „Puſchkavill.“ Sie müßten auch
in Peſth unfehlbar ſiegreich auftreten, ſobald unter dem Schuze eines„her— zigen Jemaels“ Lenerl die Trom- meln rühren läßt, doch dürfte dabei der ſehr kleine Tambour mit dem ſehr gro— ßen Schnurrbart nicht fehlen. Daß die— ſe Poſſe in Wien, Baden u. Preßburg bereits hundert Mal gegeben wurde, iſt gewiß beachtenswerth.—„Die ſchlim— men Frauen“ ſind bereits wieder nach Wien zurükgekehrt.— Die hier anwe⸗ ſenden Athleten Gebrüder Graffina lei— ſten viel Ungeſehenes und haben viel Beifall, ziehen aber nur ſpärlich das Publikum an. Sz. Berlin. Berlin beſizt gegenwär— tig zwei große Seltenheiten, zwei aus— gezeichnete Sängerinen, die zugleich be— ſcheiden ſind.„Zwei Säugerinen,“ ſagt ein Blatt,„die wie hergezaubert aus dem Reiche des Unbekannten, mit über— raſchend ſchönen Stimmen u. einer Ge— ſangsweiſe, welche die ſchönen Zeiten von ehemals, wo eine Sontag, Milder, Seidler, Schechner de. unſere Bühne füllten, zurükrufen. Die Künſtlerinen ſind Schweſtern, Md. Gentiluomo-Spatzer und Dem. Spatzer. Dieſe Phänomene ſcheinen in beſcheidener Selbſtverkennung gelebt zu haben, da ſie ſich auch in Ve— treff des Honorars nur nach dem Maß— ſtab von Provinzialſängerinen veran— ſchlagt haben. Der Geſchmak in der Oper hat durch dieſe ſo lieblichen Er— ſcheinungen plözlich eine ganz andere Richtung genommen. Alles kritiſche De— monſtriren gegen die überladene, ge— ſchmakloſe Kunſt unſerer heutigen Sän— gerinen half nichts, man bewunderte ſie fort und fort. Da plözlich tönt eine Flöten-, eine Glokenſtimme, u. ſchlägt den reinen, wahren Ton an, und ſofort findet man abſcheulich, was man geſtern noch anſtaunt e.“— Am 8. Sept., den Tag nach Beendigung der Hoftrauer um den verewigten König, gab die Regie der kön. Bühne in Ver⸗
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