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fer, veranlaßte!Der Variſer Tau⸗ genichts ward am 31. v. M. in allen Theilen herrlich gegeben. Dlle. Mül⸗ ler u. Hr. Berg ſpielten unübertrefflich.

Literatur.

Literariſches Vortfolio. Bis Mitte Oktober ſoll einAlbum, zum Beſten der barmherzigen Schweſtern in Wien, erſcheinen, zu welchem die vor züglichſten Schriftſteller der Monar cbie Beiträge geliefert haben. Der lange Zeit verſchollene Braunthal erſteht wieder zum Leben, ſo eben iſt von ihm unter ſeiner alten Firma: Jean Char- les, das erſte Bändchen eines Romans en bas Licht getreten, welches den Ti tel führt:das Leben kein Traum. Von Realis erſcheinen zur nächſten Michaelimeſſe in dem Hagenauer'ſchen Verlage 2 Bändchen, unter dem Titel: Geſchichten, Sagen und Merkwürdig keiten aus der Vorzeit und Gegenwart Wiens, mit Benüzung vaterländiſcher Balladen von Vogl. Von Lezterem hat die dritte Folge ſeinerBalladen und Romanzen, ſo wie deſſenLieder frühling die Preſſe verlaſſen. Zu dem früher von Schmidt, jezt von Fi tzinger redigirten Taſchenbuche:Tha lia, welches in Zukunft bei K. Haas zu haben ſein wird, hat der geniale Maler, Herr Karl Mayer, eine ſehr ſchöne Vignette zu einer Vogl'ſchen Ballade gezeichnet. Von Caſtelli's Erzählungen in allen Farben erſchien bei Tendler in Wien das 5. Bändchen. Unter den neueſten Erzeugniſſen der Londoner Preſſe machen ein Roman vou Miſtriß Maberly:Emily, Gräfin von Roſendale, und die Erſtlingsarbeit ei ner anonymen Dame:der Lord Ban quier, Aufſehen. Die lezte Arbeit hat viele Aehnlichkeit mit den Romanen der Edgeworth, die ſich ein ſo großes Publikum erworben haben. Ein ehe

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maliger Theater-Direktor, Mr. Bunn, hat die Welt mit ſeinen Memoiren be ſchenkt; er ſtand in Verbindung mit Sheridan, Elliſton, Kemble und der Malibran, weiß aber eben nicht viel Charakteriſtiſches von ihnen zu erzählen; nur von Sheridan's Art, mit ſeinen Gläubigern zu parlamentiren, führt er einige luſtige Beiſpiele an.

Mignon-Zeitung.

Warſchau. Ein geachteter pol⸗ niſcher Maler, Prazbynski, ſtellte das Vorträt einer jungen, ausgezeichnet ſchö nen Dame aus; Fürſt P. fand daſſelbe höchſt anziehend und fragte, während er um das Bild handelte, ob es reine Erfindung ſei oder ein Weſen von Fleiſch und Bein darſtelle? Auf des Malers Antwort, das Modell ſei eine auf dem Lande wohnende Dame, bot der Fürſt dem Maler 200 Dukaten für das Por⸗ trät, jedoch unter der Bedingung, daß derſelbe ihm über Namen und Aufent halt des Modells Auskunft gäbe. In dem Augenblike traten mehrere Gene ralitäten berzu, der Maler machte ſeine Verbeugung und der Fürſt flüſterte ihm zu:Kommen Sie heute Abend um acht Uhr mit dem Porträt zu mir! Leider wollte der Zufall, daß die Für ſtin die Worte erlauſchte; kaum war der Maler daheim, als er folgendes Bil let erhielt:Kommen Sie Abends um ſechs, und nicht um acht Uhr! P. Prazbynski folgte und fand die Frau, welche ihm nicht 200, ſondern 400 Du⸗ katen einhändigte; der Maler gab des Modells Namen und Wohnung mit dem Bilde ab und entfernte ſich. Die Für⸗ ſtin warf nun das Bild ſogleich in's Feuer und ſandte an die Dame einen Expreſſen mit dem Befehle, ſich auf der Stelle nach Krakau zu entfernen. Als P. dies erfuhr, verbannte er den Ma ler aus Warſchau; die Frau P. jedoch