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20. N Theater. ö Peſth.(Die Italiener.—
ul Sonſtiges.) In die Reihen unſerer eh italieniſchen Gäſte ſcheint einige Erſchlaf— aß fung oder Lauheit getreten zu ſein, we— 1 nigſtens zeugen ihre lezteren Leiſtun⸗ ig gen dafür. Von der mangelhaften Re— r präſentation der„Norma“ haben dieſe o Blätter geſprochen; aber noch lükenhaf— i ter war die neuliche Repriſe des„Bar— ic biers von Sevilla.“ Die herrliche Buffa . war gegen die erſte Aufführung gar nicht de zu kennen, wir hörten ſie diesmal nur u zum Theil, und auch dieſer Theil trug alle Symptome der Unluſt und Vernach— in läſſigung an ſich. Sgra Mazza(Roſina), ag die ſich von der großen Norma-Schlappe 9 noch nicht erholt hatte, ließ ſich vor Beginn der Oper wegen Unpäßlichkeit 6 entſchuldigen und blieb uns nicht nur us die Cavatina, ſondern noch manches An— ia dere ſchuldig. Von dieſer Mißlaune wur⸗ ig den auch die Andern infektirt.— Sar. gde Bezzi(Almaviva) ließ heute mehr hals je die Abweſenheit jeglicher ſonoren Stimme empfinden; Sgr. Paltrinieri (Figaro) war zu bleiern in ſeinem Hu— A mor; Don Bartolo war von ſeiner Var⸗ thie, im„Beliſar“, der heutigen nur dadurch zu unterſcheiden, daß er dort mehr dem Treffkönig und hier dem Ci—
Mlittwoch, 2. September. — x,(———
1840.
chelkönig glich.— Sgr. Polonini(Ba- ſilio) ſang ſeine Calomnia recht gut, war aber im Ganzen zu wenig wirkſam. Die Komik beſteht nicht blos in einem ganz zur Erde gebükten Körper. Indeſ—
ſen gab es doch einige lichte Momente,
worunter wir das lebendige Spiel de Bezzi's, die trefflich vorgetragene Reci⸗ tative und das Terzett im zweiten Akte rechnen.— Aber einen neuen Geiſt dürfte wohl das Rentree der Fräul. Hen— riette Carl in dieſe Repräſentationen bringen. Für heute, Dienſtag, iſt der „Beliſar“ angekündigt, worüber wir in unſerm nächſten Bericht zu ſprechen geden⸗ ken.— In den Zwiſchentagen der italie⸗ niſchen Vorſtellungen ſahen wir zuweilen auch gute Darſtellungen deut ſcher Schau⸗ ſpiele. Dazu rechnen wir aber nicht „Iſidor und Olga“ von Raupach, ein zwar an ſich gut geſchriebenes Drama, in welchem aber ein Gaſt total mißftel. — In„Johann Gutenberg“, Schauſp. von Mad. Birchpfeiffer, zeichnete fich vorzüglich Hr. Dietrich in der Titel⸗ rolle aus; aber alle Achtung für Gu— tenberg— es muß ein großer Mann ge— weſen ſein, denn die Jubelfeſte im Jahr 1840 ſagen es; aber er wird es noch auf jener Welt zu verantworten haben, daß er durch ſeine Thaten ein Mach⸗ werk, wie jenes der Mad. Birch-Pfeif⸗


