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Neapel. Donizetti's„Veſtalin““ im Theater S. Carlo in Neapel, die bei ihrem erſten Erſcheinen daſelbſt einige Senſation gemacht hatte, ging nun un⸗ ter der neuen Unternehmung, durch Dlle. Pixis und die Herren Reina und Cartagenova ausgeführt, ſpurlos vorü— ber. Schwerlich dürfte der ihr folgenden „Beatrice Tenda“ ein glüklicheres Loos werden. Auch dem Theater Fondo leuch— tete kein günſtiger Stern; der„Bür⸗ germeiſter von Saardam“ fiel eben ſo durch, als ein neues kleines Ballet von J zo. Koſtüme und Szenerie ſind un⸗ ter der Mittelmäßigkeit.(Echo.)
Korreſpondenz.
Fünfkirchen(im Juli.) Die Somnambule, von welcher in dieſen Blät— tern ſchon mehrmals die Rede war, iſt ſeit mehreren Wochen verheirathet. Ihre auffallenden Zuſtände ſind ſeitdem nicht wieder zurükgekehrt. Es ſcheint alſo das Heirathen ein gutes Präſervativmittel für den Somnambulismus zu ſein.— Die Erwartungen, welche man auf eine reich geſegnete Ernte ſezte, ſind bis jezt nicht getäuſcht worden: ſchwere Garben ſind ſchon geſammelt und alles Uebrige (nur die Obſtbäume nicht) ſteht in üp— piger Fülle vor unſern Augen. Möge der Landmann ſeiner Arbeit und ſeines Segens froh werden!— Unſer ade li— ges Kaſino erfreut ſich unausgeſezt jeden Mittwoch eines zahlreichen Zu— ſpruchs und bei Muſik und Tanz naht für Viele die Mitternachtsſtunde zu ſchnell. Das geſchmak volle Etabliſſement unſeres Zukerbäkers im bürgerlichen Ka— ſino wird täglich von Damen u. Herren ſtark beſucht und gewährt einen ange— nehmen Vereinigungspunkt für die Ho— noratioren der Stadt.— Unſer nabes Härkäny mit ſeinen vortrefflichen Schwe— felbädern zählt in dieſem Sommer eine Menge Badegäſte. Beſonders belebt iſt
der Ort an Sonn- und Feſttagen, an denen er für Fünfkirchens Bewohner einer der beliebteſten Ausflüge bildet. — Daß die Direktion des ſtädtiſchen Theaters Hr. Direktor Schmid in Peſth im Herbſt übernimmt, iſt Ihnen be— kannt. Gewiß iſt es, daß der leitende Aus ſchuß bei der Wahl des Direktors ſich nur durch die Anforderungen der Kunſt beſtimmen ließ. Mit Verlangen ſieht man der Wiedereröffnung des Thea— ters entgegen. Dr. Preßburg(28. Juli.) Unſer Stadttheater iſt ſeit Beendigung des jüngſt abgelaufenen Landtags geſchloſſen. Die Arena hat ſeit dieſer Zeit ihren Kours begonnen, gibt uns aber ein ma— geres und wenig befriedigendes Reper— toir. Die Dekorationen wollen mit dem Zeitgeiſte nicht vorwärts ſchreiten, ſon— dern verharren bei ihrem alten Schmuze und einer durch den Zahn der Zeit her— beigeführten Poröſität. Die Koſtümes ſtehen ihnen würdig zur Seite. Unter den Mitwirkenden verdienen blos die Herren Varry und Kottaun erwähnt zu werden, da beide Komiker ihre Parte mit Fleiß und guter Manier durchfüh⸗ ren. Eine Lokalſängerin fehlt uns gänz— lich, denn die Damen Moſer und Mel— linger reichen in dieſem Genre nicht aus. Die übrigen Herren und Damen thun ſich wenig Zwang an und ſpielen recht gut nach dem Souffleur. Bei all dem iſt manchen Sonntag die Arena fre—
theil des Auditoriums mit Gratiskarten dotirt iſt. Würde Direktor Pokorny nur etwas Weniges für die Preßburger Arena thun wollen, ſo dürfte er gewiß auch des beſten Erfolgs verſichert ſein. Am Annenſonntag war dieſer Schauplaz ſehr zahlreich beſucht, da die angekündigte Illumination Viele dahin lokte. Die Vorſtellung dauerte bis 9% Uhr. Der Zettel verſicherte einen brillant beleuch⸗
quent beſucht, wenn gleich ein Dritt-
teten Rükweg bis zur Schiffbrüke, doch


