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ee, Peſt h.(Große Aren a⸗Vor⸗ Slſtellung: Wallenſte in's Lager J 0 1 5 N
— Sturm auf Mazagran.) 1
ui Heiſſa, Juchheiſſa, Dideldumdei, Da geht's ja hoch her, bin auch dabei!
Schiller iſt ein Arena⸗Spektakeldichter geworden, hat zwar kein„Pelzpalatinl gund Kachelofen“, auch keinen„Zopf u. Titus“, ja nicht einmal eine„Dienſt⸗ ſchebothenwirthſchaft““ zuſammengebracht, aber einen,„Wallenſtein“ hat er geſchrieben „und dafür wird er— aus gepfiffen! „Unerhört und doch wahr! Drei Regi⸗ ementer, d. h. die Muſik bande dreier Regimenter, wollten ihm mit ihrem„tſchi—
nera, bum, bum, bum“ auf die Beine helfen, aber es half nichts— die„Gustl von Blaſewitz“ tanzte mit ihren Kolle— ginen einen Koloſanzky'ſchen Marketän⸗ edertanz, von dem ſich weder Schiller, noch Wallenſtein etwas träumen ließen, und es half wieder nichts! Armer Schil— ö ler! du hätteſt keinen„Wallenſtein““ ſchreiben ſollen— es zahlt ſich nicht aus. Denn wenn auch Alles ſo vortrefflich geſpielt wird, wie hier, es— zahlt ſich doch nicht aus! Nur unſer klaſſiſcher
ö 3. half dir ein Vischen aus der lemme, ſeine Predigt war wirklich ganz
118. Mlittwach, 5. Auguſt. 1840.
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charmant, wurde auch lebhaft beklatſcht. Die Uebrigen ſpielten theils gut, theils ſchlecht.— Hr. Kalis gab den Jäger mit recht entſprechender Färbung, der Wachtmeiſter war ganz für die Arena geſchaffen. Doch Finis coronat opus— nachdem das Publikum geduldig über
eine halbe Stunde gewartet hatte, wurde
ihm ein Tableau bei bengaliſchem Feuer (2) vorgeführt, betitelt:„der Sturm auf Mazagran, oder 123 gegen 12,000!“ Das war nun wieder einmal eine köſt— liche Geſchichte, Wallenſtein und Ma— zagran, Schiller und bengaliſches Feuer! — Das Publik um ſprach auch ſeine Mei⸗ nung deutlicher als deutlich aus. Semper idem. Leipzig. Hier iſt eine neue Oper: „Hans Sachs“, bei Gelegenheit des Gu— tenbergfeſtes, zum erſten Mal gegeben, und ſeitdem mehrmals wiederholt wor— den. Der Komponiſt Lortzing, dem die deutſche Bühne ſchon zwei, allent— halben mit Beifall aufgenommene Wer— ke:„Zaar u. Zimmermann“ und„die beiden Schüzen“, verdankt, hat auch in dieſem„Hans Sachs“ ein echt nationa— les, kerniges und gediegenes Tonwerk geſchaffen, über welches die öffentliche Stimme ſich höchſt günſtig ausſpricht. Es iſt zu hoffen, daß dieſes Werk auch bald auf andern Bühnen erſcheinen werde.


