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lands denken. Großer Beifall. Mad. Kalis war eminent. Tags darauf kam zum Benefiz der k. k. Hofſängerin, Olle. Mayer:Robert der Teufel, zur Aufführung. Darüber nächſtens. M.

Berlin. Olle. Agnes Schebeſt, dieſe Sängerin, deren Ruhm ihr ſchon lange vorausging, ehe ſie ſelbſt zu uns kam, iſt nun hier und Referent hörte ſie alsFidelio,Norma undRo⸗ meo, in Veethoven'ſchen und Bellini' ſchen Kompoſizionen. In der deutſchen, getragenen Muſik erſchien ſie, da ihre Stimme nicht mehr die volle Friſche hat, minder an ihrer Stelle als in der ita lieniſchen; hier aber ſteht ſie auch jezt noch in ihrem Ruf und zeigt im Geſang und Spiel eine, durch Einſicht und Ue bung bewirkte geiſtige und materielle Durchbildung. Unſer Publikum, das Anfangs mit dem Beifall etwas ſpröde that, hat ſich nach und nach an dem Ta lent der Künſtlerin erwärmt, ſo daß ſie als Romeo zwei Mal gerufen wurde; eben ſo viel, als ob's in Wien zwölf Mal geſchähe. Das zweite Debüt des Hrn. Steiner, als Lord Arthur, in Bellini'sPuritaner, ließ ebenfalls wahrnehmen, daß er von den Tenori ſten, die ſeit dem Abgange des Hrn. Erl die Lüke ausfüllen ſollten, der beſte und ſonach die Oper wieder im Auf ſchwunge iſt.

Paris. Der Tenoriſt Mario, Graf von Candia, der hier zuerſt bei der ita lieniſchen Oper debutirte, dann zur ko miſchen Oper überging, aber dort kein Glük machte, iſt jezt zur franzöſiſchen großen Oper übergegangen. Sein erſtes Debut, als Eleazar, in der neulichen 98. Aufführung derJüdin war ſehr glüklich, und man hofft, daß er bald dem berühmten Duprez würdig zur Seite ſtehen werde. Da nun auch der von den Zeitungen ſo viel beſprochene Faß bin⸗ dergeſelle tüchtig darauf losſtudirt, und ein anderer vielverſprechender Anfänger,

de la Hayo, ſich ebenfalls für die Bret ter vorbereitet, ſo wird Frankreich we nigſtens aus Mangel an Tenoren nicht untergehen, worüber in Deutſchland ſo häufige Klage entſteht.

Niteratur.

Joh. Georg Auguſt Galletti'sAll⸗ gemeine Weltkunde, oder En⸗ cyklopädie für Geographie, Statiſtik und Staatengeſchichte dc. de. Neunte Auflage, umgearbeitet und vermehrt im geographiſch⸗ſtatiſtiſchen Theile v. J. G. F. Canabich; im hiſtori⸗ ſchen Theile von Dr. Hermann Meynert. Mit 2 fein kolorirten General- und Spezialkarten. Peſth, 1840. Verlag von K. A. Hartleben. IX. Lieferung. Groß⸗Quarto. 664 Spalten.

Die zehnte Lieferung dieſes treffli⸗ chen Werkes iſt ſo eben ausgegeben wor den und ſomit iſt daſſelbe beendigt und komplet zu haben. Wir berufen uns auf unſere frühere Beurtbeilung beim Er ſcheinen der erſteren Hefte und fügen nur noch hinzu, daß mit dem Fortſchrei ten des Werkes ſich die Gediegenheit u. die Brauchbarkeit deſſelben immer mehr offenbarte. Sowohl der Plan des Gan zen, ſo wie die Arrangirung der ein zelnen Theile dieſes geographiſchen Bu ches hat ſchon längſt den Beifall aller Sachkenner erhalten, namentlich ge währt kein anderes Lehrbuch dieſer Gat tung ſolch eine bequeme Ueberſicht, ſolch eine faßliche Darſtellung und ſolch eine kompakte, zwekmäßige Form, wie das vorliegende, und dieſe neueſte, neunte Auflage, die um einige Bogen ſtärker als die vorhergehende geworden, erſcheint noch ungemein berichtigt und vermehrt. Die neueſten Forſchungen und Entde⸗ kungen finden wir hier ſchon benüzt u. die Geſchichte bis faſt an dieſen Monat fortgeſezt. So finden wir z. B. den am