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Theater.

Pe ſt h.(Viola. Herr La Noche.) Zur dritten Einnahme unſeres gefeierten Gaſtes, Hrn. La Roche, kam das Shakeſpeare-ODeinhardſtein'ſche Luſt ſpiel:Viola, zur erſten Aufführung. Deinhardſtein hat ſich kein geringes Ver⸗ dienſt um die Bühne erworben, daß er das von Wiz u. Kerngedanken ſo fun kelnde Luſtſpiel:Was ihr wollt, von Shakeſpeare, mit einer, unſerm moder nen Gaumen etwas mehr mundenden Brühe übergoß, und ſo dem heutigen Geſchmake annehmlicher machte. Ganz konnte ihm dies allerdings nicht gelin gen, da noch immer Spizfindigkeiten, Equivoquen, Sinnverdrehungen und Verwikelungen genug vorkommen, die, ſo geiſt⸗ und ſinnreich ſie auch erdacht und geſtaltet ſind, doch immer wegen der zu großen Verdektheit auf der Bühne wirkungslos vorüberſchweben und oft Langeweile erzeugen, ſo wie wir über⸗ haupt hie u. da noch zwekmäßige Abkür⸗ zungen gewünſcht hätten. Indeſſen hat das, was leichter begriffen wurde, ſehr angeſprochen und um ſo mehr, da die Darſtellung faſt in allen Theilen äußerſt lobenswerth war. Hr. La Stoche gab den Malvolio mit ſolcher eindringen den Wahrheit, mit ſolcher Drollerie

und draſtiſchem Mienenſpiele, und traf ſo den wahren Ton dieſes bizarren Cha rakters, daß die Leiſtung ein Gebilde wurde, wie es der Phantaſie des großen Britten entſprungen. Er erhielt den wohlverdienteſten Beifall. Würdig ihm zur Seite ſtanden Dlle. Müller, deren Fortſchritte auf der Bahn der Kunſt ſich täglich mehr offenbaren; dann unſere denkende Künſtlerin, Mad. Grill, und endlich Hr. Kalis. Die ferneren Rol- len des Hrn. La Roche waren: der Ba ron inIch bleibe ledig(ein Luſt⸗ ſpiel, das, im Vorbeigehen geſagt, auch von den Unſeren ganz ausgezeichnet ge geben wurde, vorzüglich glänzten Olle. Müller, Hr. Berg und Hr. Kalis) und Cromwell, in dem Trauerſpiele:Crom well's Ende. Wir würden uns nur wiederholen und die Leſer ermüden, wenn wir die Lobeserhebungen, die der hochgeſchäzte Gaſt in ſo hohem Maße verdient, hier aufzählen wollten. Wir ſagen nur, daß er in jeder Rolle, ſo he terogen die Aufgaben auch ſind, gleich als hoher, kunſtbeſeelter Mime daſteht, der nur ſtets das Vollendetſte zu leiſten vermag. Als Cromwell verſezte er uns lebhaft in Ort und Zeit jener bewegten Periode des Mittelalters. Es war eine hiſtoriſche Figur, und unſere Phantaſie konnte ſich nur ſo den Diktator Eng⸗