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geweiht den Manen des Unſterblichen. Von den übrigen Mitwirkenden ſind Mad. Grill(Amalie) und Hr. Dietrich (Schweizer) mit Lobe zu erwähnen. Hrn. Wagner(Karl) gebricht es an phy ſiſcher Kraft und jenem großartigen Hel denanſtande, der mit dem Charakter des liebenswürdigen Räubers ſo innig verwo ben iſt. Der Spiegelberg war mehr Taſchenſpieler, als Taſchendieb. Der geſchäzte Gaſt wurde mit dem lärmen den Applaus empfangen und ſowohl während offener Szene als nach den Aktſchlüſſen oftmals gerufen. Tags darauf ſahen wir Hrn. La Roche als Glittern imreichen Manne. Dieſer Kommerzienrath iſt das Stekenpferd un ſerer Künſtler geworden der Charak ter iſt aber auch ſo wahr, ſo aus dem Leben gegriffen, daß man ihm eine in⸗ tereſſante Seite abgewinnen muß. Hr. La Roche führte ihn auf eben ſo genia le, wie durchgehends konſequente Weiſe durch; erſt griesgrämig, gallſüchtig, bann launig, muthwillig, heiter. An bäufigen Beifallsakklamationen fehlte es nicht. Allerliebſt ſpielte wieder Olle. Müller; Mad. Grill glänzte eben ſo durch ihr feines Spiel, wie durch ihre geſchmak volle Toilette. Sehr richtig ſpielte Hr. Dietrich den Waſſerdoktor u. ergözlich war auch Hr. Noſenſchön. Semper idem. Preßburg. Hier gibt es des Neuen viel, und beinahe Alles wird beifällig aufgenommen.Doktor Fauſt's Haus⸗ käppchen,der Färber und ſein Bru der, das Trauerſpiel in Krähwinkel, die Räuber auf der Hausunterhal tung u.die Dienſtbotenwirthſchaft werden oft und ſtets gerne geſehen. Die Herren Vary u. Kottaun ſteigen mit je der Vorſtellung in der Gunſt des Pu blikums. Schade, daß wir auch nicht ei nen Schatten einer Lokalſängerin ha ben, dann würden die Vorſtellungen ſi cher noch mehr anſprechen, und, was

für die Direktion wohl die Haupt ſache wäre, anziehen. Heute, den 4. d. M., gibt Hr. Vary zu ſeinem Benefiz:Velz⸗ palatin und Kachelofen, und nächſtens kommt die Joſephſtädter Geſellſchaft mit ihrenſchlimmen Weibern im Serail. Ich zweifle ſehr, daß Direktor Pokorny in irgend einem ſeiner Theater beſſere Geſchäfte macht, als in unſerer Arena. Und doch hatte er die Idee, dieſelbe für dieſen Sommer zu ſchließen. Bei nahe gewiß iſt es, daß Hr. Pokorny auch die Direktion des neuen Oedenbur ger Theaters bekomme. K. a. m. Stuttgart. Auf dem königli⸗ chen Hoftheater wurdedas Liebhaber Theater, von W. A. Gerle, nach deſ ſen eigener kompletten Umarbeitung, vom Hrn. Regiſſeur Moritz mit ausge⸗ zeichneter Sorgfalt, Glanz und Ge ſchmak neu in die Szene geſezt, und mit dem glüklichſten Erfolge aufgeführt. Wie wir ſchon vor geraumer Zeit in öffentlichen Blättern laſen, hat ein Kri tiker den Prof. Gerle darauf aufmerk ſam gemacht, daß dasLiebhaber-Thea ter mit demVayard aus der Zeit gefallen ſei, und es wäre zu wünſchen, daß dieſes lebendige und bühnengerechte Luſtſpiel dem deutſchen Repertoire dadurch erhalten würde, wenn der Verfaſſer ſein Stük einem neuern dramatiſchen Produkt anfügte. Prof. Gerle beherzigte die Weiſung, wählte als Erſaz für denVayard dieGriſeldis, und verdankt es gro ßentheils jenem Kritiker, wenn ſein Stük ſich gegenwärtig einer noch leb hafteren Anerkennung erfreute, als bei deſſen früherer Erſcheinung vor etwa 10 Jahren. Die erſte Vorſtellung des me⸗ tamorphoſirten Luſtſpiels fand am 19. Juni, in Gegenwart des ganzen Hofes, Statt, und war im vollen Sinne des Wortes eine gelungene zu nennen. Der gutmüthige, aber reizbare Theatromane (Hr. Döring) ſtellte mit dem feinen Re