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ſters, nicht unbrauchbar iſt.— Ein Pa— riſer Buchhändler will den neuerwach— ten Enthuſiasmus für das Andenken des Kaiſers benuzen, eine Art von Na— poleons⸗Album, eine Couronne poéti- que de Napoléon zu veranſtalten; Vik⸗ tor Hugo, Delavigne, Veranger wer— den Beiträge dazu liefern.
Mignon-Zeitung.
Potpourri aus Paris. Der Prozeß der Madame Lafarge, die, der Vergiftung ihres Gatten angeklagt, und auch noch außerdem eines beträcht— lichen Diamantendiebſtahls beſchuldigt, in dem Gefängniſſe zu Brives ſizt, ver— wikelt ſich jezt, was die zweite Unter— ſuchung gegen ſie betrifft, auf ganz ei⸗ gent hümliche Weiſe. Sie ſoll nämlich Geſtändniſſe gemacht haben, die nicht ſie, ſondern eine Dame aus der höhe— ren Pariſer Geſellſchaft als Diebin er— ſcheinen laſſen. Der Inſtruktionsrichter, der mit der Unterſuchung des ganzen Prozeſſes beſchäftigt iſt, iſt ſchon in die Hauptſtadt abgegangen, und hat bereits einige Zeugen verhört.— Ei— ner andern Mordhat der ſchauerlichſten Art, die ein Schullehrer, Eligçabide, an einer ihm befreundeten Wittwe und de— ren beiden Kindern beging, und die in franzöſiſchen u. deutſchen Blättern aus⸗ führlich erzählt wird, ſei hier nur des ſpekulativen Gedankens eines Buchhänd— lers wegen erwähnt, der den Mörder dringend bat, er möge doch ja vor ſei— ner Hinrichtung ſeine Memoiren ſchrei— ben, die das Publikum gewiß begierig kaufen würde.— Paganini's großes Vermögen erbt deſſen einziger Sohn. — Der Fleiſchbedarf in Paris belief ſich im April d. J. auf 5887 Ochſen, 996 Kühe, 5459 Kälber und 28,560 Scha⸗ fe; es ſind dies 879 Ochſen, 492 Kü⸗
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he, 1025 Kälber und 6409 Schafe we— niger als im April 1839. Dieſe Ver— minderung iſt ungeheuer und zugleich unerwartet, da der Verbrauch in den erſten drei Monaten des Jahres zuge— nommen hatte. Eine ſolche Verminderung iſt unerhört; ſelbſt in dem Cholerajahre war ſie nicht ſo bedeutend. Auf das Ge— wicht reduzirt, beträgt ſie 1,200,000 Pfund, alſo täglich 40,000 Pfd., oder ein Fünftel des durchſchnittlichen Ver— brauchs. Zudem ſteigen die Viehpreiſe auf den Märkten von Sceaux u. Poiſſy fortwährend. Ein lebender Ochſe kommt auf 14 Sous das Pfund zu ſtehen; das Ochſenfleiſch auf 17 Sous.
London. In den engliſchen Opern— häuſern iſt es eine alte Unſitte, daß die jungen, abonnirten Sprößlinge der ho— hen Ariſtokratie während des Zwiſchen— aktes, der das Ballet von der Oper trennt, auf das Theater gehen. Kürz⸗ lich hatte der Direktor Laporte, der erſt unlängſt mit dieſem Theile des Pu— blikums in lebhaften Streit gerat hen war, dieſem Privilegium ein Ende ma— chen wollen. Die jungen Gentlemen fan— den die Thür, die aus dem Schauſpiel— ſaale auf das Theater führt, verſchloſ— ſen; ſie wollten aber nicht leichten Kau— fes ihr Vorrecht aufgeben; und machten ſich aus aller Kraft daran, die Thüre einzubrechen. Schon waren zwei Fächer ihrem edeln Eifer gewichen— da läßt ſich Ihre Majeſtät nach der Urſache des gräulichen Lärms erkundigen. Für die⸗ ſes Mal ſtanden nun die Stürmenden von ihrem Verſuche ab, werden ihn aber ohne Zweifel an einem Abende, wo die Königin nicht im Theater iſt, erneuern, wenn der Direktor nicht vorzieht, ih— nen nachzugeben, und ſich viele Ungezo⸗ genheiten zu erſparen, gegen die ihm kein hinlänglicher Schuz zu Gebote ſteht.
Redigirt von der Redaktion des Spiegels.


