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zu befürchten ſtehe, daß das junge Deutſch land in Baiern ausbrechen werde und man ſtrengen Befehl habe, dem Uebel kräftig vorzubeugen; deshalb ſeien vor zugsweiſe Bärte der eben beſchriebenen Art als Kontrebande zu betrachten.

Madrid. Die Königin-Regentin hat dem General Eſpartero eine Kaſ ſette zur Aufbewahrung ſeiner Cigar ren geſchikt. Auf der einen Seite ſind die mit Brillanten eingefaßten Bildniſſe der Königin-Regentin und Iſabella II., auf der andern ſind die lezten Waffen thaten des Herzogs von Victoria ab gebildet. Das ganze ſoll 15,000 Piaſter gekoſtet haben.

Venedig. In der Venezianer Zei tung vom 27. April d. J. kündigt ſich der Canonico Cav. Franzesco Folitro als Erfinder eines neuen Telegraphen mit Folgenden an:Der Unterzeichne te, von Spalato gebürtig, in Venedig bei San Giuſeppe di Caſtello, Strada Saraeina Nr. 1225 wohnhaft, hat ei⸗ nen pneumatiſchen Telegraphen erfun den, der Jahrhunderte dauernd, Tag und Nacht dient, ohne andere Unkoſten zu fordern, als die der erſten Errich tung von 600 fl. für jede venezianiſche Meile. Mit einem ſolchen Telegraphen wird man eine lange Rede an einen von mehreren beliebigen Orten, in beliebi ger Entfernung im Zeitraume von zehn Minuten mittheilen können. Damit er ſpart man die unentbehrlichen Auslagen für Stationsgebäude von zehn zu zehn Miglien, für Fernröhre, für die vielen Ober- und Unterbeamten, für die Her- ſtellungen von drei zu drei Jahren; ein ſolcher Telegraph iſt nicht in Gefahr vom Feinde oder vom Blize zerſtört zu werden und beſeitigt den Nachtheil der nun üblichen Telegraphen, deren man ſich nur in heitern Tagen bedienen kann. Endlich wird mittelſt deſſelben jeder

Souverain für ſich allein, ohne deswe gen aus ſeinem Kabinete treten zu müſ ſen, ſeine Rede einem Andern mitthei len können. Der Erfinder erbietet ſich zur Vorlegung des Modells und zur Vornahme von Verſuchen in Gegenwart jenes Souverains, der gegen billigen, entſprechenden Entgeld in deſſen Beſiz zu kommen wünſcht.(Echo.)

Danzig. Am 12. Mai fanden mehrere Soldaten beim Aufgraben der Erde, um Schießſtangen hineinzuſezen, vor dem Olivaer Thore ein Fäßchen. Es enthielt ein großes Paket erſt auf einer Seite fertig gedrukter falſcher Treſor-Scheine zu einem Thaler und zwei dazu geäzte Steinplatten. Sicher lich hatte der, der Papier-Geld-Verfäl⸗ ſchung Verdächtige, welcher ſich vor ei niger Zeit im Gefängniſſe erdroſſelte, als er die ihm bevorſtehende Unterſu chung ahnte, dieſe Verräther ſeiner Schuld raſch dorthin vergraben.

Paris. Der Prinz von Joinville wird gegen Ende dieſes Monats nach Toulon abreiſen, um ſeine Fahrt nach St. Helena, um die Gebeine Napoleons abzuholen, anzutreten. Ein engliſcher Ueberfahrtskommiſſär wird ihn beglei ten; auch ſollen Napoleons treue Ver bannungsgefährten Bertrand, Las Ca ſes und Gourgaud geſonnen ſein, ſich der Expedition anzuſchließen. Man hätte es gern geſehen, wenn die feierliche Bei ſezung von Napoleons Ueberreſten ſchon an den Julifeſten vor ſich gegangen re; allein die Fregatte Belle-Poule kann ſchwerlich vor Ende September in Havre eintreffen.

Amſterda m. Hier iſt am 11. Mai ein Haus eingeſtürzt, welches einen Theil des anſtoßenden mit fortriß. Es war von acht Familien bewohnt; acht Menſchen wurden unter den Trümmern verſchüttet, u. nur zwei davon lebend hervorgezogen.

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