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mlt einer von Earl Meler gezeichneten und von Kropp geſtochenen Vignette, in dem Format der früher erſchienenen Bände.— Dem Vernehmen nach ſoll C. Aug. Frankl die Redaktion des Wiener Morgenblattes übernehmen.— Es wird in öffentlichen Blättern eine Schrift an⸗ gekündigt, deren Titel auf geſunden Wiz ſchließen läßt, und vollſtändig lau— tet„1. Der Landbär(Umſchlagtittel). — Mit dem Titel: II. Der grüne Eſel am blauen Waſſer fall, vom Verfaſſer des blauen Eſels am grünen Waſſerfall, oder auf Drukpapier fixirte Lichtbilder einer Camera non obscura.“ Weimar, Voigt. Verfaſſer: Friedrich Freiherr von Lupin auf Illerfeld. Als Vorrede zu deſſen demnächſt erſcheinender Selbſtbio— graphie zu betrachten. Hat außer obigem noch 6 verſchiedene Schmuztitel.— Für die Liebenswürdigkeit unſerer jungen Leu⸗ te wird doch viel gethan; da hat ein Herr Helmeke wieder eine neue Auflage der Kunſt, ſich durch Srlbſtunterricht in kurzer Zeit zum feinen Weltmann und ſehr geſchikten Tänzer zu bilden, herausgegeben.— Von Leſſings ſſo treff— lichem Luſtſpiele,„Minna von Barn— helm,“ iſt eine franzöſiſche Ueberſezung von Jouffroy erſchienen; in dieſer Ueber⸗ ſezung heißt die Heldin des Stükes Wil⸗
helmine, wahrſcheinlich weil dieſer Na-
me für die Franzoſen ſchwerer aus zu⸗ ſprechen iſt, als Mina.— Auch Kotze⸗ bue's Epigramme hat Jouffroy überſezt.
Mignon-Zeitung.
London. Der Schleier, den die Königin Viktoria am Vermählungstage trug, koſtete 1000 Pf. St. Der Atlas vom reinſten Weiß, war ein Fabrikat von Spitalfields. Ihre Maj. trug ein Bracelet mit dem Motto des Hoſen—⸗ bandordens:„Honni soit qui mal y
pense!“ ſo wie auch den Stern dleſes Ordens. Im Atlaskleide waren Oran— genblüthen eingewebt und einen Kranz natürlicher Orangenblüthen trug ſie im Haar. Der Hoſenbandorden, welchen Prinz Albert am linken Knie trug, war von köſtlicher Arbeit und mit Diaman⸗ ten vom reinſten Waſſer buchſtäblich über⸗ ſäet— ein Geſchenk ſeiner hohen Braut.
Paris. Ein gewiſſer N..., wurde, wegen Vergehens angeklagt, im Februar v. J. in St. Pelagie eingeſperrt. Im Beſiz einer Stelle von 2000 Fr. hatte er bis dahin ſeine Frau und Tochter anſtändig ernährt; nun aber trat Noth ein; die Frau verkaufte nach und nach Alles, was ihr von Werth geblieben war, und theilte den Ertrag mit dem gefangenen Gatten, deſſen Unterſuchung ſich immer mehr in die Länge zog, da dem Inquirenten auch noch Unterſuchun⸗ gen über den Mai-Aufſtand zugetheilt wurden. Das Elend der armen Frau ſtieg immer höher. Nach acht langen Monaten wird endlich N. als unſchul— dig in Freiheit geſezt; er eilt zu den Seinigen; Niemand antwortet auf ſein Klopfen; er erbricht die Thüre, ſieht im Zimmer zwei Kohlenpfannen u. auf einer ſchlechten Matraze zwei Leichna—⸗ me: es waren ſeine Frau und ſeine Tochter.— Das kömmt von langen Un— terſuchungen heraus.
Lyon. Ein hieſiger Reſtaurant ſoll in einem großen Käſe von Gruyere ei— nen Diamanten gefunden haben, der nicht viel kleiner als eine Haſelnuß iſt,
und deſſen Werth auf 35,000 Franken geſchäzt wird.— Durch welchen Zufall dieſer Edelſtein in den Käſe gekommen 0 möchte wohl ſchwer zu enträthſeln ein.
Wien. Dem Vernehmen nach gibt Saphir, Montag den 24. Febr., dem Pianiſten Liß t zum Abſchiede eine Soi— rée, zu welcher viele Celebritäten der Kaiſerſtadt geladen ſind.
Redig irt von der Redaktion des Splegele.


