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dollen Häuſern unter allgemeinem Bei⸗

fall der Anweſenden gegeben. Der Kom⸗

poniſt wurde bei ſeinem Erſcheinen im Orcheſter mit lang anhaltendem Beifall begrüßt, nach jedem Aktſchluß gerufen, und zum Schluſſe der Oper mit einem Kranze beehrt, den ihm Hr. Chrudimski überreichte. Was die Aufführung dieſer Oper, über deren Kompoſizion ſowohl in hieſigen als auswärtigen Blättern genügend geſprochen wurde, anbelangt, ſo darf ſie eine äuſterſt gelungene ge nannt werden. Namentlich machte das Terzett im zweiten Akte, geſungen von den Herren Chrudimski, Piſchek u. Drax⸗ ler, ſolch eine außerordentliche Wirkung, daß es ſtürmiſch zur Wiederholung ver langt wurde. Hr. Chrudimski hatte die Parthie des Szapäry mit vielem Fleiße ſtudirt, und ſang ſie ungemein brav, eben ſo ſang Hr. Piſchek, der aber leider am erſten Abend durch eine kleine Heiſerkeit behindert war, ſeine wunder ſchöne Stimme ganz entfalten zu kön nen. Hr. Draxler zeigte ſich in der kleinen Parthie des Achmed als großer Künſtler und wurde für ſeine liebens würdige Bereitwilligkeit, das Werk des Komponiſten mit ſeinen ſchönen Mitteln zu unterſtüzen, rauſchend empfangen u. wiederholt gerufen. Dlle. Dielen, als Helene, war lobenswerth, nur ſollte ſie ſich beſtreben, den Text beſſer aus zuſprechen. Dlle. Lengwary, als Zel ma, ſang und ſpielte zur Zufriedenheit, und empfing ſo wie Olle. Dielen viel Beifall. Die Chöre waren muſterhaft ſtudirt, u. wenn ſie die Wirkung nicht hervorbrachten, von der in Peſth ſo viel geſchrieben worden, ſo liegt das blos in der beiſpiellos ſchwachen Beſezung der einzelnen Stimmen. Hr. Koch und Hr. Radl hatten kleine Parthien über nommen, und führten ſie befriedigend durch. Die mise en scene, durch Hrn. Regiſſeur Beer, war verſtändig, und trug weſentlich zum Gefallen des

Ganzen bei. Nach der Wiederholung der Oper, die Hr. Schindelmeiſſer ebenfalls dirigirte, reiſte derſelbe wieder nach Peſth ab. An andern Opern hörten wir in der lezten ZeitLucia di Lammer⸗ moor,Beliſario undZampa, wovon die beiden erſten ſich des allge meinſten Beifalls zu erfreuen hatten. Der gute Zampa aber war auf eine Art verſtümmelt, daß man mit Recht über dieſe Art und Weiſe, Opern aufzufüh⸗ ren, indignirt ſein mußte. Jedoch war namentlich Hr. Piſchek im Trinkliede u. Hr. Koch(Daniel Capuzzi) ausgezeich⸗ net. Lezterer hat überhaupt als VBaß⸗ buffo ſehr hervorſtechende Fähigkeiten. Das Preßburger Theater, vorzüglich aber die Oper, könnte bei ſo guten Kräften ungleich mehr leiſten, wenn nur die geringſte Ordnung im Geſchäfte herrſchte; es thut aber hier Jeder, was ihm beliebt, und je untergeordneter die Stellung, die einer einnimmt, deſto ei⸗ genmächtiger iſt er in ſeiner Handlungs⸗ weiſe. Dazu kommt, daß Hr. Direktor Pokorny, der ſich in der lezten Zeit durch unerhörte Gaben des Glüks zum reichen Manne emporſchwang, ſo daß er in dem Stande iſt, das Joſephſtädter Theater zu kaufen ſich gar nicht um das Preßburger Geſchäft kümmert. Im Schauſpiel ſahen wir denRot h⸗ mantel,des Stranders Tochter, den Zögling und mehrere andere Stüke recht fleißig aufführen; am beſten ſchei⸗ nen uns Olle. Leinſitt, Mad. Melchior, Hr. Ludolph und Hr. Fröhlich, am ta lentloſeſten Herr Liebold, dem gehen, ſtehen, leben und ſterben auf der Bühne ganz gleich iſt. Auch Hr. Röder gefiel dem Publik um in vielen Rollen. In der Lokalpoſſe ſchaut es ſo ſo aus; Hr. Kottau und Hr. Schönau haben Talent. Das Orcheſter iſt nicht ſchlecht, be ſonders ſind der Orcheſterdirektor,. v. Blumenthal, der erſte Flötiſt, Hr. Ungar, der erſte Oboiſt, Hr. Dietrich,