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Mittwoch,

Theater.

Pe ſt h. Wieder hat die OperNor⸗ ma ein anſehnliches Publikum angezo⸗ gen. Man kann ſich an dieſen hinreißen den Melodien, dieſen elegiſchen Zauber tönen nicht ſatt hören. Man wird von ſüßer Wehmuth ergriffen, man lauſcht dieſen holden Klängen, man zerfließt vor Mitgefühl und indem dieſe herrli chen Tonideen ein Echo in unſerm Her⸗ zen finden, möchte man wieder aufjauch zen vor Freudigkeit und innerem Beha gen u. dieſen Vorzug hat die Gefühls muſik vor jener des kalt berechnenden Verſtandes! In der Aufführung war diesmal neu, daß Hr. Unrein die Par thie des Sever übernommen. Der junge Sänger überraſchte in der That durch ſeine ſchöne, reine und ausdruksvolle Bruſtſtimme. Er erſchien ſehr ermuthigt, da ihm nichts mißglükte, er hütete ſich aber auch, die Stimme ſehr zu forci ren. Das erſte Duett gelang ihm am meiſten und zwar ſo, daß er rauſchend gerufen wurde; dieſelbe Ehre ward ihm auch nach den Aktſchlüſſen zu Theil. Möge Hr. Unrein auf dieſer Vahn fortſchrei⸗ ten und wir werden bald in ihm einen tüchtigen Tenoriſten haben. Von der Carl-⸗Norma haben wir nur ſo viel zu ſagen, daß ſie in der beſten Dispoſition

26. Februar. 1840.

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war, und man kann daher auf die voll endete Leiſtung ſchließen. Der Beifall ſprach ſich auch von allen Seiten des Hauſes auf die einhelligſte Weiſe aus. Sie ward nicht weniger als ſechs Mal gerufen. Hr. Leithner wirkte als Oroviſt ſehr verdienſtlich. Weniger be⸗ friedigte Dlle. Rauch, als Adalgiſa; ſie ſcheint ſeit einiger Zeit nicht die ge hö⸗ rige Kunſtrichtung zu befolgen. Soll ſie vielleicht die Lauheit des Publikums ein ſchüchtern?

Ofen. Hr. Engelken, vom k. k. pr. Theater an der Wien, gab hier eine Reihe von Gaſtrollen, und bewährte überall den gebildeten und verſtändigen Mimen, der in den Geiſt des Charak- ters eingeht, und Studium in ſeine Aufgabe durchbliken läßt. Vorzüglich war er als Cocke in derPartheiwuth, wo er den Böſewicht mit den lebendig⸗ ſten Farben zeichnete. Ausgezeichnet gab er auch den Vatel in der Poſſe:Ehr geiz in der Küche und den Tanne im Vater der Debutantin. Als Shylok, in welcher Rolle er Abſchied nahm, ſchien er weniger in ſeiner Sphäre zu ſein. Er erntete den lauteſten und gerechte ſten Beifall u. ward mehrere Male ge⸗ rufen.

Preßburg. Schindelmeiſſer's Oper:Szapäry, ward bei gedraͤngt