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Mittwoch, 5. Februar.

1840.

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Theater. Peſt h.(Hr. Reichel. Eine

ſeltſame Ouverture.) Unſer aus⸗

gezeichnete Gaſt, Hr. Reichel, ſang im

Verlaufe ſeiner ferneren Gaſtſpiele noch

ein Mal den Saraſtro und am 1. d. M. zum zweiten Male den Bertram. Ueber beide Parthien haben wir bereits berich tet u. es bleibt uns nur noch zu erwäh

nen, daß der eminente Sänger von dem

jedesmal übervollen Hauſe mit lärmen den Beifallsbezeugungen beehrt wurde. Als Saraſtro ſteht er wohl in Deutſch land unerreicht da. Seine ſeltene Tiefe wird in ſchmel zender Harmonie mit Mo zart's unſterblichem Werke von außer ordentlicher Wirkung. In beiden Opern wirkte unſere hochbegabte Olle. Carl mit gewohntem ſiegreichen Er folge mit. Der reizend gehaltene einfa che Geſang als Pamina, ſo wie die hohe Bravour und die ſchönen Rouladen als Prinzeſſin ſicherten ihr in gleichem Maaße den einſtimmigſten Applaus des ganzen Publikums, ſo wie insbeſondere der Kunſtkenner. Von ihr kann wohl ge ſagt werden, daß ſie den Esprit des Ge ſanges inne hat. Dlle. Rauch, die Herren Stoll und Steiner legten aner kennungswerthen Eifer an den Tag. Chöre und Orcheſter waren tadellos u.

ſomit ging die Produktion beider Opern in ihren Haupttheilen höchſt gerundet vor ſich. Wir müſſen aber doch, als ge treue Berichterſtatter, noch einer ſeltſa men Ouverture erwähnen, die Mayer beer'sRobert vorausging, einer Ou verture, die nicht zur Oper gehört, u. doch den Robert betraf, und die reicher an Mißtönen und Diſſonanzen war, als ſie je ein Dorfmuſikant ſeinem Inſtru mente entlokte. Dieſe Komödie mag wohl zum Theil der gegenwärtigen lu ſtigen Karnevalszeit zuzuſchreiben ſein, in welcher man ſich zuweilen ſo gerne übernimmt. Wir wollen uns weiter kein Urtheil über dies pfiffige Zwiſchenſpiel anmaßen, wir referiren blos dieſen Um- ſtand als luſtigen Faſchingsſpaß. S. i.

Korreſpondenz.

Preßburg, 25. Jäner.(Einge⸗ ſandt.) Wir geben mit tiefbewegtem Her zen die Nachricht von dem höchſtbetrü benden Hinſcheiden des verdienſtvollen Reichs⸗Deputirten des Kraßnaer Komi tats und k. k. Kämmerers, Herrn La⸗ dislaus Baron Bänffy v. Loſonez, der hier am 20. Jäner l. J. an den Fol⸗ gen einer ſchweren Krankheit ſelig im Herrn entſchlafen iſt. Dieſer bie⸗ dere und ſeltene Weltbärger, der mit