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Durchreiſe von Peſth hier ein, und gab am 21. d. M. im Komitatsſaale Abends 7 Uhr bei hohen Entreés ein Konzert. Er ſpielte wie immer, klaſſiſch und mit beſonderem Gefühl. Der Saal war ſehr zahlreich beſucht und der Applaus ein hällig. Hr. Lißt wird ſich, wie es heißt, noch ein Mal hören laſſen. (Preßb. Zeit.)

Berlin. In der lezten Zeit be ſonders iſt hier wahrgenommen worden, daß ſehr viele reiche Männer jüdiſcher Konfeſſion, welche landſchaftlichen Agen turen oder großen Fabriken vorſtehen, als Anerkennung ihrer Verdienſte um den induſtriellen Zuſtand des Staates, zu Kommerzienräthen oder geh. Kommer zienräthen ernannt worden ſind, da bis jezt bei uns noch kein jüdiſcher Unter than einen andern Titel oder irgend einen Orden als Auszeichnung erhalten kann.

Pele-méle aus London. Ein Hr. Santes Stears verfertigte ſo eben einen Sonnenſchirm für die Königin. Er iſt mit einem prachtvollen weißen Atlas überzogen, der Griff beſtehet aus einer ſehr feinen, trefflich geſchnittenen Perle mit goldenen Augen, eine maſſtve goldene Krone endigt den Schirm, den ein ſilberner Ring mit Eicheln von demſel ben Metall umgibt; die Rippen ſind ebenfalls von Silber; das Futteral von karmoiſinrothem Sammet. Wie man vernimmt, beabſichtigt eine große Anzahl mehr als heirathsfähiger Jung fern in London, eine Bittſchrift an das Parlament einzugeben, des Inhalts: Mylords vom Oberhauſe u. Gentlemen vom Hauſe der Gemeinen! Die gehor ſamſt Unterzeichneten erfahren mit Be dauern, daß die anklagenswerthe Ma nier, unverheirathet zu bleiben, unter den Jünglingen von Tag zu Tag mehr um ſich greife. Es folgt hieraus eine

bedeutende Verringerung der Eink ünf te unſerer Geiſtlichen, und zu gleicher Zeit werden die gehorſamſt Unter zeich neten, ſo wie noch viele Tauſende aus ihrer Klaſſe des Glükes beraubt, Fa milienmütter zu ſein. Wir ſind über zeugt, daß der Zuſtand eines alten Le digen ſeinen Charakter nur verderben und den Geiz erzeugen kann, ſo wie er durch die Langeweile, die er noth wendiger Weiſe mit ſich führt, einen frühzeitigen Tod veranlaſſen muß. Die Staatskaſſe gewinnt zwar durch die Abgaben, welche ſie von der Hinterlaſ ſenſchaft der Alt-Ledigen erhebt, aber dieſer Vortheil iſt doch nichts, wenn man bedenkt, daß durch die Eheloſig keit die Bevölkerung und mit ihr die Steuer verringert wird. Wir bitten nun, höhern Orts eine Bill vorzule gen, nach welcher jeder unverheirathe te Mann über 25 Jahren, wenn er kei ne genügende Entſchuldigung anführen kann, zur Bezahlung einer großen Strafſumme angehalten werde. Wäre er ein Jahr ſpäter noch immer nicht verheirathet, ſo werde er aus dem eng liſchen Gebiet verbannt. Kommt er zu rül und hat im dreißigſten Jahre noch keine Frau, ſo mige man ihm 30 Stok ſtreiche appliziren und auf dieſe Weiſe von Jahr zu Jahr ſteigernd fortfah ren. Folgen viele Tauſende Unter⸗ ſchriften.

New-MYor k. Ein Beweis des Un ternehmungsgeiſtes u. der Energie der Amerikaner iſt es, daß gleich am Tage nach der Feuersbrunſt, welche das Thea ter von New-Pork zerſtörte, eine Ver ſammlung Statt fand, um ſich über die Mittel zur Gründung eines neuen Theater-Gebäudes zu berathen. Schon ſind, wie die Journale berichten, be deutende Summen zu dieſem Zweke ſub⸗ ſkribirt worden.

Redigirt von der Redaktion des Spiegels.