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feierten zutheilen muß. Sie fand in lautem Beifalle und etwa ſechsmaligem Hervorrufen idie vollſte Anerkennung ihrer rühmlichen Leiſtung. Mad. Mink, Desdemona, ſtand ihr würdig zur Seite. Hr. Erl, Jago, war lobens⸗ werth, und Hr. Watzinger, Rodrigo, zum Theil trefflich. Die ſehr ſchwa⸗ chen Chöre(8 Männer, 8 Frauen) und das Orcheſter hätten viel beſſer ſein können. Noch müſſen wir erwähnen, daf Dem. Schebeſt erſt kürzlich den Romeo, in Bellinis Oper, gab, und daß man keinen ſonderlichen Kontraſt zwi⸗ ſchen ihr und ihrer unmittelbaren be tübhmten Vorgängerin fand, es ſei denn, daß er in mancher Hinſicht zum Vor theil unſerer Sängerin ausfiel we nigſtens produzirte dieſe keine gymna⸗ ſtiſchen Kunſtſtüke. J. M. Klauſenburg. Am 29. No⸗ vemb. begann die hier aus Ungarn an⸗ gekommene wandernde magyar iſche Schau⸗ ſpieler-Geſellſchaft, unter der Direk tion des Hrn Alexius Paly, in dem ſchon lange verwaiſten' magyariſchen Theater ihre Vorſtellungen mitRo⸗ bert der Teufel. Da die Mitglieder der Geſellſchaft den Klauſenburgern bisher unbekannt waren, ſo verſprach man ſich zum voraus nicht viel und die

meiſten Logen waren leer, ungeachtet das Parterre ziemlich ſtark beſezt war; allein die Geſellſchaft ſpielte beſſer, als man erwartete, und man verſpricht ſich nun von derſelben viel Unterhal tung während des Winters.(In Un⸗ garn genießt Hr. Paly als Direktor eines ſehr guten Rufs, und man traut ihm zu, daß er in der Wahl ſeiner Mitglieder, umſichtig verfährt.)m

Literatur.

Wien.(Anatomiſches Li⸗ teratur⸗Kabinet. Fortſez.) V. Fürſt Metternich und ſein Zeit⸗Al⸗ ter. Eine geſchichtlich-biograpbiſche

Darſtellung von Dr. Wilh. Binder. Ludwigsburg bei C. F. Naſt. 1836.4. Wenn wir die Biographien der merk würdig gewordenen Männer die Revue paſſiren laſſen, ſo werden wir nicht ſelten finden, der Biograph habe ſich von Umſtänden, Zeitverhältniſſen, ei genen Vortheilen u. ſ. w. beſtimmen laſſen, und unparteiiſch ausgeſprochene Naiſonnements werden eben ſo ſelten, als uneigennüzige Biographen zu fin den ſind. Eine erfreuliche Ausnahme macht hingegen vorliegendes Vuch, deſ ſen Verfaſſer durch ſeine reellen Kennt niſſe zum Schreiben eines ſolchen Wer⸗ kes ſich mit Recht berufen fand. Das Intereſſe des Leſers für das Buch ſpricht ſchon der Titel aus, und die gelungene Ausarbeitung erhöht den Werth, ſo wie das ausgeſprochene Ur theil über die angeführten Thatſachen, von der genauen und richtigen Kennt- niß unſerer ſtaatlichen Verhältniſſe zeugt. Das Buch erfreut ſich einer all gemeinen Theilnahme, indem es den Leſer mit der genauen Abſtammung und dem Leben eines Mannes vertrauter macht, deſſen Wirken ſolche reichliche Früchte trug. Die Ausſtattung des Buches iſt elegant. Der Preis(2 fl. 15 C. M.) verhältnißmäßig billig. VI.Huldigung den Frauen, Ta ſchenbuch für das Jahr 1836. Heraus⸗ gegeben von J. F. Caſtelli, 14ter Jahr⸗ gang mit 6 Kupfer. Wien, bei Fr. Tendler. Bei unſerer Taſchenbü cherüberſchwemmung verdient das Ta ſchenbuch:Huldigung den Frauen einen ehrenvollen Plaz in der Taſchen bücherliteratur. Es zeichnet ſich nicht nur durch gehaltvolle Beiträge ausge zeichneter Literaten, als: Bauernfeld, BVraunthal, Caſtelli, Frankl, Ham mer, Langer, Lenau, Manfred, Seidl, Treitſchke, Vogl u. ſ. w. aus, ſon⸗ dern auch durch treffliche Kupferſtiche und ſonſtige aͤußere Ausſtattung. Die