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iſt dieſes die längſt erwartete Tragö⸗ die:Die Geopferten vom Ritter Braun o. Vraunthal. Das Stük iſt mit Sicherheit und Effektkenntniß ge⸗ ſchrieben, die Sprache iſt ſchön und hat lyriſchen Schwung, und die Cha⸗ raktere ſind konſequent gezeichnet. Hr. Kunſt und Herr Boſard wußten das Ihre beizutragen, der Novität eine günſtige Aufnahme zu berſchaffen. Im Leopoldſtädter Theater gab man geſtern:Endlich hat er's doch recht gemacht, Luſtſpiel von Albini. Ich wohnte ber Vorſtellung nicht bei, und werde bei allenfällſiger Wiederholung derſelben meine Anſicht mittheilen.

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Literatur.

Stuttgart(22. November). Oeffentliche Blätter(auch der Spie⸗ gel von 2. Dez., Nr. 96) enthielten die Angabe, daß eine bei Naſt zu Lud⸗ wigsburg erſchienene Schrift:Fürſt Metternich und ſein Zeitalter, von Dr. W. Vinder, pſendonym ſei, und daß ſie allgemein dem hieſigen Publiziſten E. Münch zugeſchrieben werde; auch wird geſagt, man wiſſe weber hier noch zu Wien Etwas von einem Dr. Bin⸗ der. Dieſe Angaben verdienen Berich⸗ tigung. Die Schrift iſt allerdings von einem Dr. Binder verfaßt; derſelbe iſt aus Ludwigsburg gebürtig, ſtudirte evangeliſche Theologie zu Tübingen, wurde dann Lehrer zu Biel in der Schweiz, wo er eine Geſchichte dieſer Stadt im Sinne der reaktionären Par⸗ tei zu ſchreiben anfing, und iſt jezt im Kabinet des Fürſten Metternich ange⸗ ſtellt. Wie weit die Schrift ihr emInhal⸗ te nach geiſtesberwandt mit den Münch⸗ ſchen Schriften, oder ob ſie ſogar ein Plagiat aus demſelben ſei, müſſen wir

dahin geſtellt ſein laſſen, da ſie uns

bis jezt noch nicht zu Geſicht kam. Man glaubt, daß die gegen dasjun⸗ ge Deutſchland ergriffenen Maßregeln von dem Bunde(auf Baierns Antrag) ausgehen. Hier in Stuttgart fand das junge Deutſchland wenig Anklang, ohne daß deswegen dem entſchiedenſten Geg⸗ ner deſſelben, Hrn. Dr. Menzel, unbe⸗ dingt gehuldigt würde. Für den Ver⸗ faſſer des bei S. Lieſching erſchienenen Votum über das junge Deutſchland hält man den Dichter Guſtav Pfizer. Der ſittlich ernſte Ton der Broſchüre würde allerdings mit deſſen Charakter harmoniren; wir hören übrigens, daß er die Autorſchaft desavouirt hat. Viel Freude erregt das bei G. Balz erſchieneneJahrbuch ſchwäbiſcher Dich⸗ ter und Robelliſten, herausgegeben von W. Zimmermann und E. Mörike. Man bewundert darin beſonders die Novellen von A. Treuburg(F. Vi⸗ ſcher), worin der Verfaſſer unter An⸗ dern eine höchſt geiſtreiche Anſicht über den Somnambulismus, den er aus ei⸗ gener Anſchauung und vertrautem Um⸗ gange mit J. Kerner kennt, aufſtellt. 1

Frankfurt(26. November). Gutzkow, Wienbarg und Kottenkamp haben nun wirklich, obgleich ſie bei dem Senate um Exlaubniß nachgeſucht hatten, ſich hier aufzuhalten, die; Wei⸗ ſung erhalten, von hier abzureiſen, und Erſterem, welcher ſich mit einer hieſigen Bürgerstochter verheirathen und Bürger werden wollte, iſt die Auf⸗ nahme in das Bürgerrecht verweigert worden. Das Stadtamt in Mannheim hat gegen Gutzkow und deſſen Verleger

Löwenthal, wegen des RomansWally

und der von Gutzkow geſchriebenen Ver⸗ theidigung, eine Unterſuchung einge⸗ geleitet, und Gutzkow zur Verantwor- tung vorgeladen. Keines der von Gutz⸗ kow angekündigten Blätter wird er⸗ ſcheinen. K