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der Ordnung waren 5 Bataillons Kom⸗ munalgarde und zahlreiche Truppen⸗ abtheilungen kommandirt. Doch ging, troz der ungeheuern Volksmaſſe, Alles in Ordnung und ohne Unfall vor ſich. Krauſe und Varkoff ſchienen zerknirſcht, und Erſterer hielt eine Rede vom Schaf⸗ ſot; Gebler aber zeigte eine beiſpiel⸗ loſe Gleichgiltigkeit und Frechheit, re dete ebenfalls mit lauter Stimme zum Volk, ſprach einige Gebete, und ließ den neben ihm ſtehenden Geiſtlichen gar nicht zu Worte kommen. In ei⸗ ner Viertelſtunde war die Exekution beendigt. V.

Paris. Am 2. Sept. bog ein Pariſer Fuhrmann, deſſen Wagen mit Seidenballen beladen war, in eine en⸗ ge Gaſſe ein, um die Straße des Fau⸗ bourg St. Martin auf kürzerem Wege zu erreichen. Kaum war er eine Streke gefahren, als er auf Löcher ſtieß, welche man zur Anlegung von Abzugskanä⸗ len gegraben und wobei man, um Un glüksfälle zu verhüten, Laternen auf⸗ geſtellt hatte. Der Fuhrmann trieb, da er nicht weiter konnte, ſeine Pfer⸗ de rükwärts, und den Wagen gegen eine der Laternen; das Licht ergriff die Ballen, und der Wagen verbrann te ſammt der ganzen Ladung. Der Scha⸗ den betrug über 100,000 Franks. VB.

Bern. Im Kanton Wallis hat ſich ein in der Schweiz nicht unge⸗ wöhnliches Naturereigniß zugetragen; ein großes Felsſtük von dem Haupt- gipfel des Deut Midi ſtürzte am 26. Auguſt auf einen, öſtlich unter⸗ halb deſſelben gelegenen Gletſcher her ab, und zertrümmerte ihn durch ſei⸗ nen Fall ſo, daß die gebrochenen Eis⸗ maſſen ſich mit großem Geräuſch in die Gewäſſer zwiſchen St. Maurice und Martigny ergoßen. T.

i Augsburg. Das Haus, wel⸗ ches der Kaiſer Nikolaus zum Empfang ſeines königl. Schwiegervaters in Ka liſch einrichten läßt, wird in der in nern und äußern Einrichtung dem Pa⸗ lais des Königs in Berlin täͤuſchend ähnlich ſein. Selbſt die in Berlin ſte⸗ hende Wache wird hier aufgeſtellt ſein, und ſogar der Portier des Königs iſt eigens von Berlin berufen worden. Der Kaiſer wacht ſelbſt über die genaue Aus führung dieſer Idee, mit der er den König zu überraſchen gedenkt.(So meldet ein Artikel aus Kaliſch in der allg. Zeitung, deſſen Verfaſſer in das Geheimniß dieſerUeberraſchung ſehr gut eingeweiht ſcheint.) P. Nürnberg. Am 10. Sept. Vormittags wurde auf der Landſtraße im Walde ohnfern Erlenſtegen, etwa eine Stunde von Nürnberg, ein Han⸗ delsjude aus Schnaitach meuchlings angefallen, ſeiner Baarſchaft von etwa 30 fl. und der Tabakspfeiſe beraubt und durch Treten und Stoßen an meh⸗ reren Stellen des Körpers ſchwer ver wundet. Auf den Hilferuf des Unglük⸗ lichen eilte ein in der Nähe arbeiten⸗ der Holzhauer herbei und es gelang demſelben, unter Drohungen mit auf⸗ gehobener Axt den Thäter nach Erlen ſtegen abzuliefern. Hier angelangt machte derſelbe einen Verſuch, in einem offenen Brunnen ſeinem Leben ein Ende zu machen, wurde aber alsbald lebend heraus gezogen, und ſofort den Ge richten überliefert. Der Räuber iſt eln in Nürnberg wohnender ehemaliger Fabrikarbeiter, ſchon ſehr bei Jahren, verheirathet und Vater mehrerer Kin der. Wahrſcheinlich war die bitterſte Armuth Veranlaſſung zu bieſer verab⸗ ſcheuungswürdigen That.

Redbiglei von der Red

aktion des Spiegels.