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uach den Franzöſ. von Told,die Toch⸗ ter des Geizigen, wovon bereits im k. k. Hofburgtheater eine Kurländerſche Bearbeitung mit Beifall gegeben warb, dann eine Waktige Poſſe von Wilhelm Turteltaub:Der Nachtwandler und eine Perſiflage auf Guſikov von Platzer. Der Titel der lezten Piece iſt noch ein Geheimniß. Ich glaube, wir verlieren auch nichts dabei, wenn das ganze Stük nicht bekannt wird. Auf der Leopoldſtädter-VBühne erſchien geſtern zum erſten Male Angely's Luſtſpiel:

»Der Stellvertreter, unter dem Titel:

Die Heirath durch Vollmacht. Dieſes Stükchen iſt unbeſtreitbar eine der be ſten Arbeiten Angely's, und ward aus⸗ gezeichnet gut geſpielt. Die Damen Peront und Altmutter, dann die Her⸗ ren Quandt, Brabbe, Tomaſelli und Kemetner waren darin beſchäftiget u. wurden ſämmtlich zum Schluſſe geru fen. Kunſt hat ſeine Gaſtrollen im Theater an der Wien bereits geendigt. Als Götz von Berlichingen erregte er Enthuſiasm. Hr. Boſard als Lerſe und Dlle. Condoruſſi als Georg ſtanden ihm würdig zur Seite.Die Tänzerin Mimi Dupui iſt von Paris hier angekommen. Ein Feſt, das Muſikdirektor Strauß beim Sperl zu ſeiner Beneſize veran⸗ ſtaltete, war glänzend und ſehr be⸗ ſucht. Mit den Neuigkeiten ſteht es hier ſchlecht. Es ſcheint darauf an gelegt zu ſein, einem Korreſpondenten das Leben recht ſchwer zu machen. Die hieſigen Blätter ſind in gleicher Ver legenheit und da muß nun her halten, was nur immer tauglich iſt, den Raum auszufüllen. Da gibt es Weltpanora⸗ mas, Telegraphenf, Ollapotridas, un ter welchen Rubriken ſich mitunter die lächerlichſten Dinge befinden. So laſen wir neulich in einem hieſigen Blatte: Athen in Griechenland. Hier iſt ein deutſches Wirthshauszum grü⸗ nen Baum, wo bairiſches Bier getrun

ken und die Augsburger allgemeine Zeitung geleſen wird; auch eine Aka demie der Künſte und Wiſſenſchaften wird dort gegründet werden(im Wirthshauſe?) Adlaphoros. Preßburg(5. Sept). Der rühmlichſt bekannte Schauſpieler, Hr. Ku nſt befindet ſich hier und iſt am 2. d. M. als Hamlet, am 5. imIrren haus zu Dijon und geſtern zum Er ſtenmal in der Arena, als Gaugraf Philipp inHinko, mit außerordent lichem ungetheiltem Beifalle und bek übervollen Häuſern aufgetreten. Der Künſtler entfaltete aber auch eine ſo ſeltene Darſtellungsgabe, daß Alles ungemein hingeriſſen wurde. Nament⸗ lich dürfte ſein Hamlet in Deutſchland unübertroffen daſtehen. Dem Verneh⸗ men nach dürfte er uns noch mit vier Gaſtrollen erfreuen und dann die Reiſe nach Peſth antreten, worauf wir das dortige gebildete Publikum aufmerkſam machen wollen. R. Frank furt. Bei unſerm Thea⸗ ter drohte ein abermaliger Verluſt die Freunde der Oper zu betrüben. Unſere beliebte Sängerin Fiſcher-Achten ſollte uns verlaſſen. Nachdem ſie mit ihrem Gatten anſtatt 6 Wochen beinahe 12 Wochen von hier abweſend war in welcher Zeit übrigens der beſonnene Theil unſers Publikums die Ueberzeu⸗ gung gewonnen hatte, daß auch ohne die Mitwirkung der Gefeierten Opern gegeben werden können, und daß der Verluſt Doblex's bei Weitem ſchmerz⸗ licher empfunden werde trat ſie hier wieder auf, und fand ganz die, ihrem anerkannten Verdienſte gebührende Auf⸗ nahme von Seiten des Publikums, das ſie ſeinen Liebling nennt. Anders aber wurde ihr Gatte empfangen, und ein in dem Konverſationsblatt enthaltener Artikel mußte die dem erſteren von Einzelnen gewordenen Zeichen des Miß⸗ fallens doppelt fühlbar machen. Wirk⸗