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lich hatte man vernommen, Mad. Fi⸗ ſcher wolle nicht mehr hier ſingen, in⸗ dem ſie ſich durch jene Ereigniſſe tief verlezt fühle. Wahrſcheinlich hat aber eine ruhige Ueberlegung ſie überzeugt, daß jener Ausfall in dem Konverſa⸗ tionsblatte im Publikum keinen An⸗ klang findet, und ſo trat ſie denn wie⸗ der auf, und zwar in der Zauberflöte. Aber aus der Pamina war eine Köni⸗ nigin der Nacht geworden. So trefflich auch die Sängerin die ſchwierige Partie durchführte, ſo möge ſie doch zu ihrem früheren, ihr bei Weitem mehr zuſa⸗ genden Rollenfache zurükkehren, wenn ſie noch lange die Freunde eines ſeelen vollen Geſanges damit er⸗ freuen will. Jene Bravourpartieen ſind gefahrbringend für ſolche Stimmen des Gefühls. Eine neue, hier gebildete Sängerin, Dem. Rauch, trat als Pamina zum Erſtenmale auf, und wußte durch trefflichen Geſang und eine ausgezeichnete Stimme ſich bei dieſem erſten Verſuch die Gunſt des Publikums zu erwerben. Die Stimme dieſer Sängerin erinnert an die Hei⸗ ne fetter. Unſer erſter Tenoriſt Schmezer ſoll, wie man ſagt, un⸗ ſerer Oper wieder auf längere Zeit erhalten ſein, was ein großer Gewinn für unſre Bühne wäre. Für die Meſſe werden neu einſtudirt: die Oper Leſtocg, von Auber, und die Nacht- wandlerin, von Bellink. Noch wird in dieſer Meſſe neu zur Aufführung kommen: Angelo, Tyrann von Padua, nach Victor Hugo von Harrys. K. Paris. Hr. Veron, Direktor der großen Pariſer Oper, tritt frei⸗ willig zurük, und erhält Hrn. Dü⸗ ponchel zum Nachfolger. Die vierjäh rige Geſchäftsführung des Hrn. Veron war, ungeachtet der Aufſtände, der Cholera und dergl. ſo erfolgreich, daß bei dem günſtigen Zuſtande des Thea⸗ ters der Zuſchuß vom Staate für den

neuen Unternehmer um 50,000 Fres⸗- jährlich gemindert werden konnte. B.

Allerlei.

Charleroi. Hier hat der liebe Himmel auch kurioſe Koſtgänger. Neu⸗ lich wettete daſelbſt ein Hr. S., daß er 10 Stunden weit reiten wolle, ehe ein Schneke einen Raum von 10 Zoll auf einem mit geſtoſſenen Zuker beſtreu⸗ ten Stein zurükgelegt habe. Mit einem Andern wettete er, welcher am längſten in dem Fluſſe Sabre verwei⸗ len würde. Nachdem er ſchon 6 Stun den im Waſſer war, verlangte er ſeine Schlafmüze, mit der Aeußerung, daß er erſt am folgenden Tag den Fluß verlaſſen wolle.(Der ſcheint eine wäſſerige Natur gehabt zu haben.)

P. Wien. Die 15 Perſonen, die durch Arſenik vergiftet wurden, ſind durch die zwekmäßige Behandlung des Polizeibezirksarztes Hr. Dr. Strauß

ſämmlich gerettet.A. Paris. Hier iſt am 22. Auguſt einer der gewandteſten Diebe in Euro⸗ pa, Namens Fritz, verhaftet worden. Er führte zwei Päſſe bei ſich, in wel⸗ chen er als Kaufmann May aus Bern

bezeichnet war. B. Paris. In der Bucht von St. ODueen, unweit Paris, ſollte am 25. Auguſt ein intereſſantes Waſſerſchau⸗ ſpiel, den Wallfiſchfang vorſtellend, ge⸗ geben werden. Das Programm lautet: Boote werden in der Bucht umherfab ren, als ob ſie den Wallfiſch aufſuchten. Nach einiger Zeit wird das Ungeheuer der Tiefe auf der Oberfläche erſcheinen. Die Boote werden es verfolgen, aber vorſichtig den Schlägen ſeines Schwan⸗ zes ausweichen. Nach mehrmaligem Auf⸗ tauchen und Wiederverſchwinden werden die Harpuniere den Koloß umringen