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Schweſter, und der ſo ausgezeichnete Contrealt, Madame Cor radi-Panta⸗ nelli verlaſſen Europa, um amerikani⸗ ſche Ohren zu entzüken. Sie gehen beide nach Havannah. Möge das böſe gelbe Fieber, das den dortigen italieni⸗ ſchen Künſtlerverein ſo ſehr gelichtet hat, dieſen beiden liebenswürdigen Sän⸗ gerinen fern bleiben. Echo.
Allerlei.
London. Die neueſte Nummer der„Londoner Rebue“ enthält einen ſtatiſtiſchen Artikel über den jezigen Zuſtand von Portugal, welcher beweiſt, daß dieſes Land in Betreff der Zivili⸗ ſation noch ſehr weit zurük iſt. Es heißt darin unter Anderm: In keinem Lande ſind die Transporte ſchwieriger, als in Portugal. Es gibt nur wenige Landſtraßen, wo Wagen fahren können, und auch dieſe ſind ſo ſchlecht, daß man 24 Stunden gebraucht, um einen Weg von 6 zurükzulegen. Mann kennt we— der Poſtwagen, noch Extrapoſt. Was Zeit, Strapazen und Koſten angeht, kann man leichter von Liſſabon nach London, als zu Lande nach Oporto rei⸗ ſen. Nur in den bedeutendſten Städten gibt es Gaſthöfe, und auch dieſe wür⸗ den anderwärts nur für Kneipen gel⸗ ten. Von Näubern wimmelt es. Alle Transporte geſchehen auf Maulthieren. Der Brieftransport iſt ſo lang ſam, ungewiß und theuer, daß das Volk, und ſelbſt Manche aus den höhern und höchſten Klaſſen, ihre Unk unde des Schreibens gar nicht bereuen. M.
London. Ein franzöſiſcher Koch weigerte ſich kürzlich, den Herzog von Richmond, gegen einen jährlichen Lohn von 400 Pfd. Sterl., nach Irland zu
begleiten, weil er erfahren hatte, daß es in Dublin keine Oper gebe. M. d London. Als eine bisher un⸗ bekannte Thatſache erzählen engliſche Blätter, daß der ſchottiſche Landmann, welcher den Prinzen Karl Eduard Stu⸗ art nach der verlornen Schlacht bei Cul— loden(1746) bei ſich verbarg, obgleich ein Preis von 10,000 Pfd. Sterl. auf ſeinen Kopf geſezt war, ſpäter wegen Diebſtahls einer Kuh am Galgen ſtarb. M. 0 Augsburg. Zu Haſſelt beſchäf⸗ tigt ſich das Gericht mit einem ſonder⸗ baren Verbrechen. Am Sonntag den 5. Jul. drangen, während des heftigen Gewitters, welches auch Velgien beim⸗ geſucht hat, in Vechmael 10 Kerle in einem Schafſtall, und begannen, mit Sicheln den Schafen die Köpfe ab zuha⸗ ken. Beinahe wäre auch der Kopf des Schäfers, welcher unter den Schafen lag, mit abgehakt worden. Auf den Hilferuf des Hirten entllefen die Bö⸗ ſewichter, nachdem ſie 6 Schafe geköpft hatten. 12 Petersburg. Die Peters burger Handelszeitung macht darauf aufmerkſam, daß es in Rußland ſchon ſeit dem Jahre 1788 Eiſenbahnen gebe, und zwar bei der Kanonengießerei Ale— randrowsky zu Petroſawodſe, wo die Kanonen auf railroads nach den ver— ſchiedenen Gebäuden des Etabliſſements
transportirt werden. P. Brüſſe l. Am 19. Juli brachte der Remarqueur„le Rapide“ auf der Eiſenbahn das 2te Bataillon des 8ten Regiments von Mecheln nach Brüſſel. Es war ein wahrhaft ſchönes Schau— ſpiel, dieſe 500 Mann in Uniform, unter dem Schall einer gut geleiteten Militärmuſik, auf den Waggons fah⸗ ren zu ſehen. Das Konvoi brauchte zu
dieſer Fahrt nur 32 Minuten. B.
NRediglrt von der Redaktion des Spiegels.


