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München. Die Sängerin Fräu⸗ lein von Faßmann, vom Augsburger Stadttheater, iſt auf 10 Monate bei der königl. Hofbühne in München en gagirt worden. Im Oktober ſoll auch Mad. Sigl-Vespermann wieder auf treten. C.

Florenz. Demoiſelle Ungher übernahm in der am 25. Juni im The⸗ ater Alfieri, zum Vortheile der Ma dame Carobbi ſtatt gefundenen Ein nahme die Rolle der Semiramis, und enthuſiasmirte die zahlreichen Zuhörer ſo ſehr, daß ſie die Gefahr des Erſti kens vergeſſend, klatſchten, daß das Haus erdröhnte. In einer am 26. deſſelben Monats im Privattheater des Pallaſtes Macdonell gegebenen muſikaliſchen Aka demie zeichnete ſich Madame Gorden durch ihren ſchönen Kontrealt aus, und auch Dem. Fosconi erwarb ſich Beifall durch ihren klangvollen Sopran. Ein dortiges Blatt verſichert ganz ernſthaft, dieſe Sängerin habe ihre Stüke auf übernatürliche Weiſe(con mezzi sopranaturali) ausgeführt; das heißt doch loben!

Neapel. Als alter guter Ve kannter iſt,F Johann von Calais vor ein Paar Tagen erſchienen. Rubini und Tamburini gaben, als dieſe Oper Do nizetti's hier zum erſtenmal in die Szene ging, die Hauptrollen. Nun ſind dieſe von Duprez und Nonconi be⸗ ſezt. Beide ſind ſchäzenswerthe Künſt ler, aber beide würden mehr gefallen, wenn ihre Zuhörer einen Schluk aus dem Lethe gethan hätten. Der Stoff zu Mercadantes, für das Theater St. Carlo beſtimmten Oper ſoll dem Romane Groſſi's:Marco Visconti entnommen ſein. Im Theater Parte⸗ nope hat dieHexe denVarbier vertrieben. Sie iſt ein niedliches We⸗ ſen, das recht artig ſingt.

Echo.

Literatur.

Wien.(Literariſcher Courier). Ladislaus Pyrker, der würdige und gefeierte Sänger derTuni⸗ ſias, derRudolphiade u. ſ. w. be⸗ ſorgte eine neue Ausgabe ſeiner ſämmt⸗ lichen Werke bei Cotta in Stuttgart, welche mit allgemeinem Beifalle aufge⸗ nommen wird. Von Andr. Schu macher erſcheint eheſtens bei Kienreich in Grätz ein Anhang zu Schillers Werken in 6 Bänden. Der 1m. Band enthält: Nachleſe, der 2. 3. 4. kom⸗ plete Briefſammlung, der 56. Schil lers Biographie. Franz Scheuer hat für ein Gedicht auf den Tod Sei ner Majeſtät des Kaiſers Franz J., in Berükſichtigung der patriotiſchen Tendenz deſſelben, von Sr. Majeſtät dem König von Preußen eine goldene Medaille erhalten. Wie es heißt ſoll pro 1856 der lezte Jahrgang der Veſta erſcheinen. Herr Rokert, der Herausgeber derſelben, ſieht ein, daß er ſich in ſeiner Spekulation getäuſcht hat, welches vorauszuſehen war. Ein literariſches Unternehmen, bei dem kein Literator an der Spize ſteht, kann niemals reuſiren. Von einem A. Mäller erſcheinen nächſtens in Wien mehrere Hefte, betitelt:Unterhal⸗ tungen auf dem Waſſerglacis. Der Name dieſer Lektüre klingt etwas ſon⸗

derbar ich meine des Waſſers wegen. Die Beiträge von Seidl, Kuffner, Hannuſch, Fitzinger, Vogl de. dc. ſind dem Herausgeber unentgeltlich als unterſtüzende Spenden überliefert worden, und in Rükſicht deſſen, wün⸗ ſchen wir dieſem Unternehmen zahlrei⸗ che Abnehmer. X

Allerlei.

Mailand. Läutet alle Gloken! ruft ein italieniſches Journal, läutet