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kommen.)— Dlle. Vial war heut glän— zend bei Stimme. 8“ München. Nachdem im ganzen Monat Juni in dem bieſigen königl. Hof- und Nationaltheater keine Oper, zu denen jezt unſer Publikum aus— ſchließliche Vorliebe zeigt, Statt hat— te, ſo war das Theater wenig beſucht. Das neue Ballet von Schneider unter dem Titel:„die reiſende Balletgeſell⸗ ſchaft“ ſprach nicht an. Sind zwar die Tänze gut ausgeführt, ſo fehlt doch dem Ganzen Handlung und Takt. Ro— zier und Schneider ſind zwar vorzüg— liche Tänzer und haben große Fertig— keit, Tänze zu komponiren, aber kei— ner von ihnen iſt für einen Balletmei— ſter geeignet, ſie wiederholen ſich zum Ueberdruß in jedem ihrer neu geliefer— ten Produkte, und haben ſich in dieſer Beziehung noch wenig Lorbeere errun— gen. Man ſteht jezt mit vieler Erwar— tung dem Gaſtſpiel des königl. wür- temberg. Hofſchauſpielens Seydel⸗— mann entgegen. 7 Mexico(29. Januar). Am 16. d. M. ward von der hier anweſenden ital. Operngeſellſchaft Bellinis„Pira- ta“ gegeben. Imogene ward von Ma— dame Pellegrini, Gualtiero von Herrn Muſſatti und Erneſto von Filippo Galli dargeſtellt. Der Beifall war au— ßerordentlich, und die erſten 5 Vorſtel⸗ lungen dieſer Oper trugen rein 4500
Collonati. Ueberhaupt befinden ſich die italianiſchen Künſtler und ihre Unter— nehmung, ungeachtet der politiſchen Wir— ren in der neuen Welt, daſelbſt recht gut; ſie denken gar nicht daran das Land des Goldes ſo bald zu verlaſſen. Echo.
Literatur.
Wien(Literariſcher Courier). In der Mechitariſten-Kongregatlons— Buchhandlung erſchien ſo eben:„Ethno—
graphiſches Gemälde der flavoniſchen!
Militärgrenze oder ausführliche Dar— ſtellung der Lage, Veſchaffenheit und politiſchen Ver faſſung des Landes, dann der Lebensart, Sitten, Gebräuche ge. ſeiner Bewohner, von Spitidion Jowitſch.“ Ein gutes Buch mit vie— lem Fleiße und großer Unparteilichkeit von einem Eingebornen(Grenzer) ge— ſchrieben, welches wir unbedingt jedem Leſer, der näher mit dieſem Landſtriche bekannt zu werden wünſcht, anempfeh— len können. Auch finden ſich in dem ſelben mehrere intereſſante Proben der ſerbiſchen Volkspoeſie.— Von demſel— ben Verfaſſer ſoll pro 1856 ein neues Taſchenbuch in ſerbiſcher Sprache er— ſcheinen.— Mit dem nächſten Jahre erſcheint bei Haas in Wien ebenfalls ein Taſchenbuch, welches uns, troz der ſchönen Kupferſtiche dieſes Inſtituts (nach den Oelgemälden im Belvedere), welche zu demſelben verwendet werden, an das Epigramm von F. F. Maltiz erinnert: Es bracht uns dieſes Jahr nebſt vielen i ſchönen Gaben Auch ein berühmtes Taſchenbuch, Verſchon' uns, lieber Freund, wir haben Der Leerheit in den Taſchen ſchon ge— nug.—
Dem Vernehmen nach gedenkt Seidl eine zweite und vermehrte Auflage ſei— ner Gedichte zu veranſtalten, welchem wir die verdiente Aufnahme wünſchen. Aug. Frankl hat ein epiſches Gedicht, welchem die Entdekung von Amerika durch Columbus und deſſen Irrfahrten auf dem Meere zu Grunde liegt, ge— ſchrieben; wir wollen hoffen, daß nicht zu viel des Waſſers in dem Gedichte enthalten ſein wird. Die Wallishau⸗ ſer'ſche Offizin hat eine neue Broſchü—⸗ re,„Lebensbilder aus Wien““, beti⸗ telt, verlegt. Der jugendliche Ver⸗ faſſer verſpricht etwas für die Zukunft, wenn auch nicht viel.— Unſere Zeit,


