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wurde. Er zappelte wie ein gefange⸗ ner Fiſch; endlich aber gelang es ihm doch, einen Arm frei zu machen und damit den Bären beim Schwanz zu pa⸗ ken, der ein ſehr empfindlicher Theil dieſes Thieres ſein ſoll. So ließ Pez ihn los, und der Führer vollendete ſeine Befreiung, jedoch nicht ohne daß der Bär lange blutige Spuren ſeiner Tazen auf Arm und Rüken ſeines Gegners zurükgelaſſen hätte, der im Abgehen vom Kampfplaze einen Eid that, ſich nie wieder in Thiergefechte einzulaſſen. A. Paris. Der junge Arzt Hr. Grillardet, welcher angeklagt war, der Schauſpielerin Dlle. Charton wegen einer verliebten Streitigkeit eine Phi⸗ ole mit Schwefelſäure ins Geſicht ge— goſſen zu haben, iſt von den Aſſiſen freigeſprochen worden. Er erklärte näm— lich, das Ganze ſei eine zufällige Ber— lezung. B. London. Großes Auſſehn macht hier ein romanhaftes Abentheuer, nämlich die Entführung der Tochter des Generals Sir Colqhoun Grant durch Hrn. Brinsley Sheridan, den Sohn des berühmten Schriftſtellers. Die junge Dame hat 40,000 Pfd. Pri⸗ vatvermögen und außerdem noch eine große Erbſchaft zu erwarten. M. London. In England und Wa⸗ les gibt es jezt 557 Mäßigkeits⸗-Ge⸗ ſellſchaften und der Sekretair der hie— ſigen hat in der heute ſtattgefundenen Verſammlung geſagt, die Mäßigkeit nehme in England und Irland, na— mentlich aber in Ulſter, ſichtlich zu, auch in Schottland und einigen andern auswärtigen Ländern. M. New Pork. Hieſige Zeitungen vom 25ſten April enthalten einen ſelt⸗ ſamen Prozeß gegen einen dortigen
„Heiligen“ Namens Mathias. Er wur de des Mordes eines ſeiner Anhän⸗ ger angeklagt, doch davon freigeſpro— chen, aber wegen Mißhandlung ſeiner eigenen Tochter zu 5 Monat Gefäng— niß verurtheilt. Der Hof empfahl ihm, nach ſeiner Entlaſſung aus dem Ge— fängniß ſeinen Vart abzunehmen und ein ehrliches Gewerbe zu treiben. Das wäre, ſagen die dortigen Zeitungen, mehreren Heiligen unter uns zu em— pfehlen. T.
Parise. Mehrere Schneider ha⸗ ben ſich bisher vergeblich bemüht, me— chaniſche Hilfsmittel zu wohlfeilerer und ſchnellerer Verfertigung der Klei der zu erfinden. Dieſes Problem iſt endlich von einem bieſigen Schneider, Namens Chalumeau, gelöſt worden, der vermittelſt einer Maſchine einen vollſtändigen Anzug binnen einigen Minuten zuſchneidet. Der Sekretär des Komites für Künſte und Manu⸗ fakturen hat der Akademie für franzö⸗ ſiſche Induſtrie einen ſehr günſtigen Vericht darüber erſtattet, auf welchen dem, Erfinder eine Ehrenmedaille zuer— kannt wurde. B.
London. Der berüchtigte Ifrae⸗ lit Deutz, von deſſen Verheirathung in London mehrere Blätter fälſchlich berichtet haben, hat im Gegentheil ei⸗ nen empfindlichen Korb in dieſer Stadt erhalten. Einer der erſten Rabbi⸗ ner verweigerte ihm die Hand ſeiner Tochter. M.
New⸗ York. Am 20. Febr. 1855 wurde ein Gentleman und deſſen Gemahlin geſchieden, und am 25. Febr. 1855 wurden ſie wieder Mann und Weib. Dieſes Faktum liefert einen ſchoͤnen Kommentar zu dem amerikaniſchen Che— geſeze. f T.
Reda! von der Redaktion des Spiegels.


