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gehörig einüben, läßt Dir. C. jezt denWendelin von Höllenſtein und andere klaſſiſche Werke aufführen. Auch Hr. Schickh, der große populäre Dich ter, unſer Wiener Plümeke, ruht nicht; er ſoll eine neue Poſſe aus dem Alten überſezt haben.Was macht ein Vankozettel nicht heißt jezt dieſchö⸗ ne Holländerin und ſoll bald gegeben werden. Aequam rebus in arduis ser- vavi mentem ich bin hieb- und ſchußfeſt; Sie wiſſen was wir mitſam⸗ men erlitten und erduldet haben, ſeit⸗ dem habe ich mich in Leiden und Ge duld noch mehr vervollkommnet; ich habe W. AlexisBilder aus Wien geleſen, habeFortunat mit ſeinem holden Sekel geſehen, ich nahm die LembergerMnemoſyne und das Lin⸗ zerBürgerblatt zuweilen zur Hand, ich bin im Leben gehunzt und geholteyt worden wie irgend Einer, und hoffe alſo auch noch dieHolländerin zu überſtehen, um Ihnen dann ein Wei⸗ teres darüber zu ſagen. p- Vreslau(21. Mai). Madam Schröder Devrient gibt gegenwärtig hier Gaſtrollen. G.

Allerlei.

London. Neulich ſtarb hier ein Bettler, deſſen Garderobe aus nicht weniger als 52 Röken, 42 Weſten, 56 Paar Beinkleider, 35 Paar Strüm⸗ pfen, 6 Hüten. 13 Paar Stiefeln und Schuhen, 5 Paar ſilbernen Schnallen und 14 ſeidenen Saktüchern beſtand. Der arme Schelm! M.

Cambrai. Hier hat ein ſelt⸗ ſames Schauſpiel ſtatt gefunden. Ein BVärenführer ließ einen großen Vären ſehen und ſeine Kunſtſtüke machen. Am Schluß derſelben ſtellte er, zum großen Erſtaunen der Zuſchauer, einen Kampf mit ſeinem Bären an, wobei er

ſeine überlegene Kraft zeigte und das Thier zu Voden warf. Nach dieſem Siege, den er ſelbſt laut proklamirte, fragte er rings im Kreiſe der Zuſchauer an, ob in ſich jemand Muth und Kraft genug fühle, es ebenfalls mit dem Bã⸗ ren aufzunehmen. Natürlich meldete ſich niemand zu dieſem Spezial-Vergnü⸗ gen. Indeſſen zulezt ſiel es doch einem der Zuſchauer ein, der, bon athleti ſchem Vau und gewaltigen Muskeln, ſich Manns genug fühlte, einen Bären mit geſtuzten Klauen und Maulkorb zu bändigen. Er wurde auf die Arena gelaſſen, und trat ſeinem zottigen Geg⸗ ner dreiſt gegenüber. Dieſer als er eine fremde Geſtalt ſah, kam herangekro⸗ chen, beroch den Feind, brummte mür⸗ riſch, und zog ſich dann wieder zurük, indem er ſich aufs Hintertheil nieder⸗ ſezte. Dieſe ſichtliche Furcht begeiſterte den Athleten, und der Bär mußte zu gleich die allgemeine Verhöhnung der Menge erdulden. Der Kämpfer wollte aber einen vollſtändigern Triumph, ging daher auf den Bären zu, und ver⸗ ſezte ihm mit der Fauſt einen ſo furcht⸗ baren Schlag auf die linke Bake, daß Pez unwillig den Kopf ſchüttelte, als habe ihn eine ſummende Fliege ge⸗ nekt. Da erhebt der Kämpfer ſeine Fauſt abermals, doch ehe er ſchlagen kann, ſteht Pez auf den Hinterbeinen, grunzt und heult ſeinen Gegner fürch terlich an, ſchreitet auf ihn zu und preßt ihn in die Arme. Jezt merkte der Kämpfer doch den Unterſchied zwi⸗ ſchen Menſchenfäuſten und Bärentazen, denn die Umarmung war als wäre er in eberne Vande geſchmiedet. Er ſchrie fürchterlich auf, doch der Bär drükte ihn ſeſter an ſich und preßte ihm das Geſicht ſo in ſeinen zottigen, fettigen Pelz, daß der arme Athlet den gan zen Mund voll Haare hatte, und eben nicht auf's angenehmſte von dem Gei⸗ fer und Hauch des Bären erwärmt