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nicht außerordentlich geneigt, dieſen Jerthum ganz offen darſtellt, wodurch der Spiegel(2) eine Schlappe be kömmt). Ich komme nun auf einen Hrn. Spielberger, ei- devant Regiſ⸗ ſeur des ci- devant Theaters an der Wien, der jüngſt in einer niederträch⸗ tigen Poſſe Hrn. Saphir aufs Thea⸗ ter gebracht haben ſoll. Ich ſah die erſte Vorſtellung desmelancholiſchen Schuſters nicht ſelbſt an, allein in der zweiten mußte Herr Spielberger ſeine Maske ändern congruit ergo factum. Das Schlechteſte, was je aus der berühmten Feder eines Hrn. Schickh gefloſſen, iſt gegen dieſe Komö die faſt gut. Das Publikum pochte, ziſchte und pfiff. Scholz, der Beneſi⸗ ziant war auch ſchlecht. Ich rede vom Schlechten und habe daher wieder einen leichten Uebergang. Hr. v. Holtey geht morgen nach Baden ab; die Schauſpiel⸗ geſellſchaft des Joſephſtädter Theaters geht als Anhängſel mit; denn Herr Scheiner iſt auch Direktor des Badner Kunſttempels. Vorgeſtern brachten hie ſige Journale das Repertoir des Bad ner Theaters für 18 Tage in vorhin ein; Sie hätten den Jubel des Pu⸗ blikums ſehen ſollen, als es dieſe No vität las und erfuhr, daß Hr. v. Hol⸗ tey und Hr. Kindler durch 18 Tage gewiß täglich in Baden ſpielen werden. Die Stadt ſoll heuer viele fremde Pa⸗ tienten zählen. Ob die Patienten dieſe erſten 18 Tage überleben, dafür ſteh' ich nicht; wer aber davon kommt, iſt dann für das Härteſte im Leben eiſen⸗ feſt. Alſo wie geſagt, Hr. von Holtey geht fort, und wie dem Fiſche das Waſſer, wird mir mein Element feh len; er wird draußen kleine Röllchen ſpielen, wie z. B. den Oſſip und ſich

*) Wir überlaſſen es unſerm Korre⸗ ſpondenten, ſich oder ſeine An⸗ ſicht zu rechtfertigen. N.

Späße aus demdummen Peter ein⸗ legen, und Hr. Kindler, der die ſchel⸗ miſchen Jungen ſo genial ſpielt, wird im Lokenperükchen und Knabenjäkchen herumhüpfen um denLorberbaum, und ſie werden mit vereinten Kräften denVettelſtab ganz bei Seite in die Kaſſa legen. In Wien bleibt die Operngeſellſchaft zurük, bei wel cher die neu angekommene Gaſtin, Mad. Fiſcher-Achten, Leben erregen und von wo alſo wirklich mancher Genuß zu hoſſen ſein wird. Dem Kärnthnerthor⸗ theater ſteht, wie man allgemein ſagt, eine große Reform bevor; es ſoll wie⸗ der vom a. h. Hofe in Regie genom⸗ men werden und Duport tritt ganz zurük. Wenn wir nur am Ende nicht um die hochverdienſtlichen Regiſſeurs, wie Gottdank, Hoffmann de. kommen. Auch an Kapellmeiſtern thut es Noth: wir haben jezt nur Taktſchläger ohne allen Einfluß. RaupachsConradin hat in der Burg ſammt Crelinger und Stich nicht effektuirt; ſtellenweiſe bliz⸗ te jedoch der Genius des Dichters wie der großen Schauſpielerin auf. Des Dich ters Manuſkript hatte jedoch hier einen harten Strauß zu beſtehen und büßte manches Schöne ein. Saphir hat die gute Dame Crelinger über alle Maßen gelobt. Die durch ihre heimlichen Kunſtreiſen berühmt gewordene Schau ſpielerin Dem. Marie Hoch gaſtirt in der Leopoldſtadt.Pierot als Waſſer⸗ treter, eine drollige Parodie des be⸗ rüchtigten Herrn Löwentritt, gefällt immer noch. Hr. Kunſt, ſagt man, werde nächſtens dem Direktor Carl ei nen freundſchaftlichen Beſuch in Wien abſtatten und in dem ſchönen Gebäude an der Wien, welches ſie ein Theater nennen, ſpielen. Hr. Carl ſoll ihm be reits ein Reitpferd bereitet und zum

Behuſe dieſes Gaſtſpiels mehrere ver⸗ wendbare junge Statiſten engagirt ha

ben. Damit ſich die übrigen Mitglieder