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Der wakre Beneſiziant, Hr. Voſard und ſeine Umgebung, thaten alles Mög⸗ liche, dem ſchwachen Produkte auf die Beine zu helfen, aber vergebens. Herr Scholz wird zu ſeiner Einnahme eine neue Poſſe(dem Vernehmen nach von Neſtroy):„Der melancholiſche Schu— ſter“ oder:„die Engländer in Wien.“ geben. Wir wünſchen ihm beſſeren Er⸗ folg und ein völleres Haus, als ſich deſ—⸗ ſen Herr Boſard zu erfreuen hatte. (Iſt auch total durchgefallen. R.)
A diaphoros.
Literatur.
Pe ſt h. Die beiden erſten Num⸗ mern des zweiten Jahrgangs vom „Bildermagazin für allg e⸗ meine Weltkunde“(redigirt von Ferd. Maria Malven, Verlag von C. A. Hartleben in Peſth, Druk bei A. Pich⸗ ler in Wien) liegen vor uns, und hat ſchon der erſte Jahrgang durch einen höchſt! gediegenen Text und herrliche Stahlſtiche allen Forderungen Genüge geleiſtet, ſo ſcheinen dieſe erſten Blät⸗ ter des neuen Jahrganges noch ihre Vor⸗ gänger in Vielem überbieten zu wollen. Schon die äußere Ausſtattung zeigt ſich noch weit gefälliger und zierlicher, und Druk und Papier können mit dem Eleganteſten dieſer Art wetteifern. Der Text verſpricht uns eine reiche Manigfaltigkeit voll Leben und beleh⸗ render Schilderungen. Wer wird nicht den erſten Auſſaz:„Das neueſte über die Inſel St. Helena und Napoleons Grab“(vom Herausgeber), von höch⸗ ſtem Intereſſe finden und dieſe neueſten Daten über dieſen ſo merkwürdig ge⸗ wordenen Punkt der Erde nicht mit Begierde aufnehmen?— Höchſt ſchäzbar und ein ſehr wichtiger Beitrag zur
neueſten Völkerkunde iſt der ange fan gene Artikel:„Zur Charakteriſtik von Japan“, von Dr. Adrian, nach ſehr friſchen holländiſchen Quellen bearbei⸗ tet. Der Aufſaz:„die Basken“, der ſchon im vorigen Jahrgang begonnen und mit vieler Theilnahme geleſen wurde, wird von dem Herausgeber in einem dritten Artikel fortgeſezt.— „Die nubiſchen Tempel und die Neu— Nubier'“ iſt ebenfalls hoͤchſt anziehend; doch wir würden zu weitläufig, wenn wir Alles anführen wollten, was ſchon dieſe zwei erſten Nummern Treffliches bieten. Was die Stahlſtiche anbelangt, ſo ſind die beiden erſten Tafeln wahre Meiſterwerke. Auf der erſten finden wir zwei Pracht-Anſichten des alten, ehrwürdigen, gothiſchen Rouen, mit unendlicher Vollendung ausgeführt. Die eine ſtellt eine Hauptanſicht dieſer impoſanten Stadt dar. Wir ſehen ſtattliche Häuſer, den maleriſch beleb⸗ ten Seine⸗Strom, mit zahlloſen Dampf⸗ und Segelſchiffen, Gondeln, Kähnen be⸗ fahren, die kühne prachtvolle Brüke und ein unendliches Menſchengewühl. Die zweite Anſicht gibt uns die maje⸗ ſtätiſche Kathedrale dieſer Stadt, mit außerordentlichem Fleiße behandelt. Wir finden alle gothiſchen Schnörkeleien mit aller Treue ausgeführt. Auf dem Plaze, wo eben Markt gehalten wird, iſt eine große wogende Volksmaſſe verſammelt und wir finden bei vielen der zahlloſen Figürchen ſogar Charakter in den Phy⸗ ſiognomien.— Die andere Stahltafel ſtellt die erſte Abtheilung eines Pa⸗ noramas von St. Petersburg, der ſchönſten Stadt der Welt dar.
drei Abtheilungen dieſes Panoramas wer⸗ den folgen, was gewiß ein äußerſt werthvolles Ganzes bilden wird.— Wir wünſchen dem Unternehmen den beſten Fortgang, da wir überzeugt ſind, daß Literatur und Kunſt dadurch wahrhaft bereichert wird.(Am 1., 10. und 20. jeden Monats erſcheint eine Lieferung. Der Preis eines halben Jahrganges iſt nur 4 fl. C. M.) l.
Redlalrt von der Redaktlon des Spiegel.
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