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ſchen Komödien. Dem. Leynſütt war eine liebenswürdige Florette. Die andern Gaſtrollen des Dresdner Künſtlerpaares waren: am 18. Maria Stuart und Mortimer, inMaria Stuart; am 20. traten ſie in zwei kleinen Luſtſpielen:des Goldſchmieds Töchterlein unddie Braut aus der Reſidenz auf. Beide Piecen waren hier neu; wir hätten aber nicht viel verloren, wären ſie uns noch ferner un⸗ bekannt geblieben. Doch die Gäſte ſchu ſen Wunder aus dieſen gehaltloſen Ele menten. Man muß den Kontraſt der Naivität im erſten und der Koketterie im zweiten Stüke der Mad. Rettich geſehen haben, um ſich einen Begriff von der Vollendung dieſer Künſtlerin zu machen. Am 22. erſchienen ſie in derKönigin von 16 Jahren(welches Stük durch Mad. R. gewiß alle Lang⸗ weiligkeit verliert) und imhäusli⸗ chen Zwiſt, worin das Künſtlerpaar ſich wieder ſehr lieblich zeigte. Am 23. war die Benefize der Mad. Ne t⸗ tich. Sie wählte RaupachsKönig Konradin von Schwaben. Dieſes Trau- erſpiel gehört zu dem Cyklus der Ho benſtaufen des fruchtbaren Dichters, womit er, durch das unglükliche Ende des lezten Sprößlings der Hohenſtaufen, geſchloſſen iſt. Ein Werk von Raupach kann nicht ohne Werth ſein und Alles, was wir aus der hieſigen Darſtellung entnehmen konnten, zeigt deutliche Spuren hievon. Die Diktion iſt blü hend und die Charakterzeichnung neu und konſequent. Das Stük ſoll in der kurzen Zeit von drei Tagen hier einſtudirt worden ſein, in dieſem Falle iſt noch Alles, was geleiſtet wurde, ein Kunſtſtük zu nennen. Mad. Rettich (König Konrad) überſtrahlte Alles; Hr. Rettich(Robert) ſpielte treff⸗ lich; Dem. Wildenauer gab den Friedrich, Prinzen von Baden, ohne Dem. Leynſytt die Claramit Wär⸗

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me und Lieblichkeit, und Hr. OGrinmn (Galvano) war in ſeiner kleinen Rolle bedeutend. Mad. Rettich ward nach jedem Akte gerufen, und wieder mit neuen Gedichten behelligt!! Ein ande rer Gaſt, der heitern Muſe angehörend und gewiß auch ſehr erwünſcht, iſt Mad. Rohrbeck, vom Theater in der Leopoldſtadt in Wien. Sie trat am 19. als Lottel, in Meisl'sWerthers Leiden zum Erſtenmal auf, gab am 21. die Nettel, inNina von Schickh und am 24. die Reſerl, in ToldsNacht, wandlerin. Wir haben ſchon lange dieſe Art Rollen nicht in ſolchen guten Händen geſehen. Mad. Rohrbeck hat bei ihrer Komik Grazie und beobachtet, ſo viel als zuläßlich, alle Decenz z eine ſeltene Eigenſchaft der Lokalkomi kerinen! Ihr Spiel iſt voll des äch teſten Humors und ihre Auffaſſung des Charakters ganz der Wahrheit und der Natur entnommen, ſo daß das Publi kum gewiß immer ein eben ſo ergözli ches als getreues Bild aus dem Volks leben erhält. Mad. Rohrbeck ſingt auch die Couplets allerliebſt und weiß da⸗ mit dem herrſchenden Geſchmake voll kommen zu entſprechen. Hiezu kommt noch eine Haltung, ein Figürchen und eine Kleidung, die wir nicht anders als äußerſt nett nennen können. Bei ſolchen ausgezeichneten Vorzügen iſt es leicht begreiflich, daß Mad. Rohrbek eine eklatante gute Aufnahme von Seite des Publikums zu gewärtigen hatte, und die ihr auch wirklich in hohem Grade zu Theil wurde. Iſt ihr Name auf dem Zettel, kündigt ſich ein Feſt für die Lachluſtigen an. Eine vorübergehende Erſcheinung war ein Hr. Merian, der ſich in einigen Nollen verſuchte, und einer Verſuchung nicht widerſtehen konnte, unſere Bühne wieder zu verlaſſen. Dem. Ti e⸗ ſenthal gab am 12. Mai die Eli⸗ ſene, imWald bei Herrmannſtadt,