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iſt; der Mandarin aber zittert, es könne ſeine geliebte Peki ſein. Zum Glük hat Se. chineſiſche Hoheit ge

träumt, und erkennt den geträumten

Gegenſtand nicht wieder. Dafür hört er die Ballade ſingen und das Wunder von dem Pferde beſtätigen; raſch ſchwingt er ſich auf den berühmten Bucephalus und nimmt hinter ſich den Mandarinen mit, der ſich in ſein Schikſal ergeben muß. Peki iſt nun frei, bereit, Yan⸗ ko ihre Hand zu geben, verlangt aber, als Preis, zu wiſſen, was er da oben geſehen, als er auf dem ehernen Pfer de reiſete. Yanko erklärt, ſobald er davon ſpreche, werde er in eine Pago de verwandelt, öffnet aber doch den Mund; Peki indeß hält ihm denſelben zu, denn ſie will nicht die Frau einer Pagode ſein. Unterdeß kommt der Man⸗ darin nach China zurük, er kann das Geheimniß nicht verſchweigen, wird in eine Pagode verwandelt, und die Hei⸗ rath zwiſchen Yanko und Peki kann vor ſich gehen. Die zukünftige Maje⸗ ſtät iſt nicht mit herabgekommen, und Peki ſteigt als Mann verkleidet ſelbſt auf das Pferd, das ſie ſchnell davon trägt. In dem Feenpalaſte, wo ſie das Pferd abſezt, erfährt ſie von einem reizenden Geſchöpfe, der Ort werde von unvergleichlichen Schönheiten be wohnt, die ihr Glük verlieren würden, ſobald ein irdiſcher Mann einen Tag bei ihnen verbracht habe, ohne der Verſuchung unterlegen zu ſein. Der junge Prinz unterliegt in den erſten zwei Stunden. Peki iſt die Ehre auf⸗ geſpart, das Schikſal zu beſiegen. Pe⸗ ki bleibt unempfindlich gegen die himm⸗ liſchen Schönen, und ſteigt nach Ver⸗ lauf des Tages auf die Erde mit ei⸗ nem Zauber zurük, mit dem ſie dem Prinzen und Yanko, die Pagoden ge⸗ worden ſind, ohne Bedingung, dem Mandarinen aber unter der Bedingung, daß er ſie nicht heirathe, das Leben

wiedergibt. Die Dekorationen und Ko⸗ ſtümes waren prachtvoll. Die Muſik iſt geiſtreich und anregend. Sie enthält Stoff zu einer Menge von Walzern und Galopps. Es iſt als müßte man dabei hüpfen und tanzen, aber von dramatiſcher Muſik will man nichts bemerkt haben. M.

London, 10. April. Geſtern begann unſere Opern-Saiſon mit der Gazza Ladra. Griſt, Lablache, Tam⸗ burini, Ivanoff und Rubini traten auf.

V.

Literatur.

Peſth. Der unter dem Namen Nicolaus Lenau mit großem Beifall in der Schriftſtellerwelt vor zwei Jahren aufgetretene deutſche Ly⸗ riker aus Ungarn, deſſen lyriſchen Ge dichten alle kompetenten Kritiker In⸗ nigkeit, Zartheit, Glut und Glanz der Phantaſie, Tiefe des Gemüths und ächte Romantik zugeſtanden, iſt von ſeiner Reiſe nach Amerika zurükge⸗ kehrt, und arbeitet auch an dem bei Bek in Wien erſcheinenden neuenöſter⸗ reichiſchen Archiv für Geſchichte und Staatskunde und den damit vetbun⸗ denen Blättern für Literatur und Kunſt mit. Von ſeinen Gedichten iſt vor kur⸗ zem in der Cotta'ſchen Verlagshand⸗ lung in Stuttgart und Tübingen ei⸗ ne zweite ſehr vermehrte Ausgabe erſchienen. Unter ſeinen neuen Ar beiten zeichnen ſich vorzüglich aus: Atlantika(während ſeiner Reiſe nach Amerika geſchrieben),die Mario netten(ein Nachtſtük),Ahasverus und das ſchöne LiedFrühlingstod. In kurzem erſcheint vom Profeſſor Dr. Zipſer in Neuſohl ein intereſſantes numismatiſches Werk.Ueber die Mün⸗ zen und Medaillen aus der Regierung